Markenartikelverband: Redefreiheit für die Ma...
 
Markenartikelverband

Redefreiheit für die Marke

DMB.
Vorstellung der Markenartikelkampagne: v. l. n.r.: Jürgen Vanicek (DMB.), Nikolaus Huber (Präsident des MAV), Günter Thumser (Geschäftsführer des MAV), Hermann Neuburger (Geschäftsführer Neuburger) und Mariusz Jan Demner (DMB.)
Vorstellung der Markenartikelkampagne: v. l. n.r.: Jürgen Vanicek (DMB.), Nikolaus Huber (Präsident des MAV), Günter Thumser (Geschäftsführer des MAV), Hermann Neuburger (Geschäftsführer Neuburger) und Mariusz Jan Demner (DMB.)

Der österreichische Markenartikelverband stellt seine neue Kampagne vor und stellt sie unter das Motto "Die Marke. Die Erfolgsformel. Das Original". Gleichzeitig plädiert er für die Redefreiheit der Marke.

Bereits zum 26. Mal findet dieses Jahr die Kampagne des Markenartikelverbands (MAV) statt, "in ungebrochener Reihenfolge", wie Geschäftsführer Günter Thumser stolz betont, das sei "weltweit einmalig im Rahmen der Interessensvertretung der Markenartikelindustrie". Die Kampagne wurde unter das Motto "Die Marke. Die Erfolgsformel. Das Original" gestellt. Denn gerade in Zeiten der Unsicherheiten, der Pandemie gehe es stark um das Thema Vertrauen und Stabilität. Werte, die, Thumser zufolge, gerade Originalmarken bieten können. Deshalb zeigt die Kampagne, die in Zusammenarbeit mit der Agentur DMB. entstanden ist, sozusagen in einer Formel auf, worauf sich die Konsumenten verlassen können. So ergeben sich beispielsweise folgende Gleichung: (heimisch + Genuss) x nachhaltig2 = Gösser Märzen, das Original hat die Formel für beste Noten; Marchfeld x Nachhaltigkeit + cremig2 = iglo klassischer Creme Spinat, das Original hat die Formel für was Gscheit's; oder Qualität - Fleisch x delikat = Hermann Käsewurst ohne Fleisch, das Original hat die Formel für unwiderstehlichen Geschmack.

MAV: Markenartikelkampagne 2022



"Wir nehmen mit Kuner, unserer österreichischen Traditionsmarke, daran teil. Denn als internationaler Konzern orientiert sich Unilever auch an den regionalen Bedürfnissen der Konsumentinnen und Konsumenten. Diese Gemeinschaftskampagne der großen Marken ist eine wichtige Initiative, um in der Öffentlichkeit die Bedeutung unserer Branche für die Gesellschaft aufzuzeigen", so Nikolaus Huber, Präsident des Österreichischen Verbandes der Markenartikelindustrie. 30 Marken, also fünf Marken mehr als noch im Vorjahr, zeigen sich diesmal ab Ende Jänner im Rahmen der Kooperation auf Plakaten, Citylights, im TV und Online.

Marken brauchen Kommunikationskraft

Günter Thumser, aber auch Nikolaus Huber nutzen die Präsentation auch, um noch einmal deutlich auf die Wichtigkeit der Originalmarken hinzuweisen. Man erwartet von ihnen Qualität, Information, aber auch Stellung zu beziehen. Deshalb braucht eine Marke auch Kommunikationskraft und Redefreiheit. Ganz offen spricht man dabei auch die "national gepushten Werbeverbote an", die für die Markenartikelindustrie mehr als problematisch sind. "Es sollte selbstverständlich sein, dass, wenn man sich an alle rechtlichen Vorgaben haltet, Marken das auch kommunizieren dürfen", so Thumser. Im Gegenteil wird Werbung laut einer zitierten Studie von Konsumenten sogar wertgeschätzt und als sinnvoll erachtet.

Deutlich abgelehnt wird auch das österreichische Nährwertprofil, sowie das neue Wettbewerbsgesetz, das nur für landwirtschaftliche Produzenten Vorteile bringe, und nationale Richtlinien zur Herkunftskennzeichnung. Man plädiert hier für EU-weite Regelungen. Es gehe um Fairness, damit wird sowohl auf den internationalen Wettbewerb Bezug genommen, aber auch auf Preisgestaltungen. Denn eines ist für die Redner klar: Kunden wollen Marken.
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