Manner: Modernisierung geht in finale Phase
 
Manner

Modernisierung geht in finale Phase

Manner/Noll
v.l.n.r.: Manner-Vorstand Albin Hahn (Finanzen & Personal), Wirtschafts- und Finanzstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Carl Manner (Aufsichtsratspräsident und Enkel des Firmengründers) bei der Gleichenfeier.© Manner/Noll
v.l.n.r.: Manner-Vorstand Albin Hahn (Finanzen & Personal), Wirtschafts- und Finanzstadträtin Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Carl Manner (Aufsichtsratspräsident und Enkel des Firmengründers) bei der Gleichenfeier.© Manner/Noll

Nach dem heute mit 25 Millionen Euro Schaden bezifferten Teil-Einsturz des Fabriksgebäudes im Oktober des Vorjahres stehen die Zeichen bei Manner nun wieder auf Erfolgskurs. Die Bauarbeiten am Areal des 125 Jahre alten Traditionsbetriebs gehen in die finale Phase. 2017 soll die 40 Millionen Euro teure Modernisierung komplett abgeschlossen sein.

Bei der Gleichenfeier am Firmenstandort im 17. Wiener Gemeindebezirk Mitte September herrschte durchwegs positive Stimmung. Nachdem seit dem Jahr 2011 bereits ein modernes Logistikzentrum sowie eine Verladezone, eine Wipark Volksgarage, ein neues Produktentwicklungszentrum mit angeschlossener Lehrlingsausbildung, ein neues Bürogebäude sowie ein Qualitätssicherheitsbereich mit angeschlossenem, modernstem Labor realisiert wurden, halten nun Schritt für Schritt die Maschinen Einzug in das siebenstöckige Produktionsgebäude. Anfang 2016 übersiedelt dann der weltgrößte Waffelofen nach Wien, die Produktion im oberösterreichischen Perg wird bis Mitte 2016 wie geplant eingestellt. Für die Mitarbeiter, die die Übersiedelung nach Wien nicht mitmachen können, arbeitet Manner derzeit an einem Sozialplan.

Vertikale Produktion  
Das besondere an der neuen Produktion ist die vertikale Herstellungsweise. „Unser Ziel ist es, die vertikale Produktion genauso effizient oder noch effizienter zu gestalten als in vergleichbaren Betrieben auf der grünen Wiese. Hier arbeiten wir auch mit der TU und der Wirtschaftsagentur Wien zusammen, um mit unserer Produktion neue Benchmarks in der Süßwarenbranche zu setzen“, erklärt  Thomas Gratzer, Vorstand für Produktion und Technik. Künftig werden die süßen Köstlichkeiten des Hauses also von oben nach unten produziert. Im fünften Stock entstehen künftig die Cremen, im vierten Stock stehen die Waffelöfen, in den beiden Stockwerken darunter erfolgt die Verpackung, danach geht es ins hochmoderne Palettierzentrum und last but not least erfolgt die Auslieferung. In Summe liegt die Flächenerweiterung im Produktionsbetrieb bei 30 Prozent. Mittelfristig kann die Produktionskapazität durch das neue Konzept sogar um bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Rundum erneuert präsentiert sich auch die gesamte Haustechnik. Im Fokus dabei steht ein möglichst umweltfreundliches Agieren und eine Energie-Einsparung von 15 bis 30 Prozent. Konkret wird beispielsweise die Abwärme aus dem Backprozess für das Heizen und das Warmwasser verwendet und umgewandelt in Kälte auch für die Kühlung eingesetzt.

Fertigstellung bis Mitte 2017
Die Modernisierung des Standortes soll bis zum Jahr 2017 abgeschlossen sein. Manner prägt mit Marken wie Manner, Casali, Napoli, Ildefonso oder Viktor Schmidt seit über 125 Jahren die Süßwarenlandschaft und steht für Qualität aus Österreich. Im Jahr 2014 belief sich der Umsatz des Familienunternehmens auf 176,4 Millionen Euro.
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