Mondi: Mondi knackt die Umsatzmilliarde
 
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Mondi knackt die Umsatzmilliarde

TiM Caspary / pixelio.de
Ein Wald ist auch eine Einkommensquelle, sagt Mondi © TiM Caspary / pixelio.de
Ein Wald ist auch eine Einkommensquelle, sagt Mondi © TiM Caspary / pixelio.de

Der internationale Papier- und Verpackungskonzern Mondi, der in Österreich sieben Produktionsstätten in vier Bundesländern betreibt, hat im Geschäftsjahr 2016 seinen Österreich-Umsatz über die Milliarden-Grenze geschraubt.

Der Niederösterreichische Wirtschaftspressedienst, dem die Firmenbilanz vorliegt, berichtet, dass das Industrieunternehmen seine Erlöse im Vorjahr um 3,8 Prozent auf 1,018 Milliarden Euro steigern konnte. In Niederösterreich produziert Mondi an vier Standorten Ulmerfeld-Hausmening, Kematen, Hilm und Korneuburg.

Wie auch andere Papiererzeuger in Österreich steht Mondi vor dem Problem, den zur Zellstoffproduktion benötigten Rohstoff Holz nicht zur Gänze aus dem Inland beziehen zu können. „Viele Kleinwälder werden nämlich wirtschaftlich nicht genutzt“, berichtet Christian Skilich, Mondi-Europa-Vorstand und Vizepräsident der Interessenvertretung Austropapier. „Denn als Folge von Erbschaften gibt es immer mehr Forstbesitzer, die branchenfern sind, ganz andere Berufe haben und den Wald als Einkommensquelle nicht benötigen, so dass sich die Bäume selber überlassen bleiben.“

Obwohl Österreich im internationalen Vergleich ein waldreicher Staat sei, müssen die Papierproduzenten immer größere Holzmengen aus dem Ausland teuer zukaufen, heißt es. So ist die Importrate 2016 von 27 auf 30,6 Prozent gestiegen. Der Großteil des Rohstoffs kommt aus den Nachbarländern, man importiert aber auch aus der Ukraine und Rumänien.
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