Ölz: Umstellung komplett auf Freilandeier
 
Ölz

Umstellung komplett auf Freilandeier

Ölz/Petra Rainer
Doris Wendel, verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie von Rudolf Ölz Meisterbäcker, und Florian Ölz, Geschäftsführer und Miteigentümer
Doris Wendel, verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie von Rudolf Ölz Meisterbäcker, und Florian Ölz, Geschäftsführer und Miteigentümer

Seit dem Jahr 2009 setzt Rudolf Ölz Meisterbäcker rein auf Bodenhaltungseier. In einem nächsten Schritt erfolgte nun laut Eigenaussage als erste europäische Backwarenmarke die Umstellung komplett auf Freilandeier.

Pro Jahr verarbeitet Rudolf Ölz Meisterbäcker rund 25 Millionen Stück Eier - seit heurigem Juni stammenden die in den beiden Werken in Dornbirn eingesetzten Eier zu 100 Prozent aus Freilandhaltung, wobei nur Ware aus EU-Ländern zum Einsatz kommt. Somit sind mehr als 90 Prozent des Ölz-Sortiments bereits umgestellt. Lediglich bei einigen wenigen Produkten wie etwa den Ölz Butter Madeleines, die von einem Partnerbetrieb in Frankreich hergestellt werden, sind Freilandeier noch nicht Standard. Bis Ende 2024 wird jedoch auch hier der Umstellungsprozess abgeschlossen sein.

Die vor zwei Jahren gefällte Entscheidung, zukünftig nur mehr Freilandeier zu verwenden, begründet Florian Ölz, Geschäftsführer und Miteigentümer von Österreichs größtem Backwarenproduzenten, folgendermaßen: "Die Berücksichtigung des Tierwohls und damit die Art der Tierhaltung sehen wir als Teil unserer unternehmerischen Verantwortung. Wir möchten bewusst ein Vorbild sein und zeigen, dass es auch für einen internationalen Backwarenhersteller möglich ist, artgerechtere Hühnerhaltung zu fördern. Denn anders als beim klassischen Frühstücksei im Haushalt ist die Verwendung von Freilandeiern bei verarbeiteten Produkten oder auch in der Gastronomie immer noch nicht üblich. Leider sind hier nicht einmal Eier aus Bodenhaltung durchgängig Standard."

Wie bei der Umstellung auf Bodenhaltungseier im Jahr 2009 arbeitete Rudolf Ölz Meisterbäcker auch bei der Einführung von Freilandeiern mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten zusammen. "Wir pflegen eine gute und bereits langjährige Partnerschaft. Die Empfehlungen der Expertinnen und Experten von Vier Pfoten sind sehr hilfreich für uns – etwa ihre Expertise zu EU-weiten Zertifizierungen bei Freilandeiern oder zu rechtlichen Themen. Das hat uns die Umstellung und Klärung vieler offener Fragen wesentlich erleichtert", erklärt Doris Wendel, verantwortlich für die Nachhaltigkeitsstrategie bei Ölz. So verwendet man beispielsweise von agroVet zertifizierte Freilandeier mit anerkanntem Qualitätssiegel.

Um die Umstellung auf Freilandeier zu kommunizieren, setzt Ölz einerseits auf entsprechende Sticker auf den Produkten, andererseits ab Juli auf eine nationale Out-of-home-Werbekampagne, die unter dem Motto "Mit Freilandei ist noch mehr Liebe dabei" steht.

Sticker auf den Produkten weisen auf die Verwendung von Freilandeiern hin.
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Sticker auf den Produkten weisen auf die Verwendung von Freilandeiern hin.


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