Agrarmarkt Austria: Österreichische Agrarexpo...
 
Agrarmarkt Austria

Österreichische Agrarexporte im Anstieg

AMA/Weiler
Michael Blass (GF der AMA-Marketing), Margret Zeiler (AMA-Exportmanagerin) und Aufsichtsratsvorsitzender Franz Stefan Hautzinger © AMA/Weiler
Michael Blass (GF der AMA-Marketing), Margret Zeiler (AMA-Exportmanagerin) und Aufsichtsratsvorsitzender Franz Stefan Hautzinger © AMA/Weiler

Deutschland erhält ein Drittel aller Exporte aus Österreich, während Italien an zweiter und die USA an dritter Stelle kommen.

Der österreichische Agrar-Außenhandel hat 2017 mit Lebensmitteln und Agrarwaren im Wert von 11,11 Milliarden Euro exportiert. Somit stiegen die Ausfuhren im Gegensatz zum Vorjahr mit knapp 7 Prozent aber auch die ausgeführten Mengen nahmen um rund 3 Prozent zu. Dadurch konnte sich das Außenhandelsdefizit auf fast 900 Millionen Euro verringern. Seit dem Beitritt von Österreich in die EU, konnten Milchprodukte um 544 Prozent gesteigert werden, während sich die Exporte von Schweine- und Rindfleisch und auch Fleischzubereitungen gut entwickeln konnten.

Mehr als ein Drittel der österreichischen Lebensmittel-Exportware geht an Deutschland, wodurch sich 2017 mit einem Wert von 3,9 Milliarden Euro ein Plus von sieben Prozent gemacht werden konnte. Während die Agrar-Außenbilanz mit fast 408 Millionen Euro ein wenig negativ ausfällt, sind es Warengruppen wie Tiere, Fleisch, Eier, Milchprodukte und frisches sowie veredeltes Obst, das einen Überschuss von 88 Millionen Euro ausmacht. „Deutschland ist für unsere landwirtschaftlichen Urprodukte ein sehr bedeutender Markt und unverzichtbare Säule der Land- und Lebensmittelwirtschaft“, erläutert Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing. Bloß der Handel mit Äpfeln war wenig lukrativ: Wegen der schlechten Ernte im Jahr 2016 sanken die Ausfuhren um mehr als 50 Prozent.

Neue EU-Agrarpolitik

Im Mai sollen konkrete Vorschläge der EU-Kommission präsentiert werden. Darin geht es um die Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik und den größeren Spielraum bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Mitgliedsländer. „Die erfolgreiche Partnerschaft der kleinstrukturierten bäuerlichen Familienbetriebe und der qualitätsorientierten Verarbeiter legt die Basis für die eigenständige Positionierung rot-weiß-roter Lebensmittel. Deshalb ist es wichtig, auf der Internationalen Grünen Woche Flagge zu zeigen“, so Franz Stefan Hautzinger, Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing.
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