Österreichisches Sektkomitee: Sektbranche unt...
 
Österreichisches Sektkomitee

Sektbranche unter Druck

Sektkellerei Schlumberger
Herbert Jagersberger, Vorsitzender des Österreichischen Sektkomitees
Herbert Jagersberger, Vorsitzender des Österreichischen Sektkomitees

Heimische Sekthersteller kämpfen mit enormen Umsatzeinbußen und fordern Ersatzleistungen.

Eigentlich sollte gerade jetzt eine der umsatzstärksten Zeiten für die heimische Sektbranche sein, in der traditionell 40 bis 45 Prozent des Gesamtjahresumsatzes erzielt werden. Gründe zum Anstoßen gibt es rund um Weihnachten und Silvester schließlich genug - nur nicht dieses Jahr. Die Verlängerung des Lockdowns für Gastronomie und Hotellerie, reduzierter Wintertourismus, eine ausbleibende Ballsaison sowie die Absage zahlreicher weiterer Veranstaltungen machen den heimischen Schaumweinherstellern zu schaffen.

Herbert Jagersberger, Vorsitzender des Österreichischen Sektkomitees, appelliert stellvertretend für die hart getroffenen Zulieferbranchen an die österreichische Bundesregierung und fordert entsprechende Ersatzleistungen und Unterstützung. "Wir haben volles Verständnis für die stringenten Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung zur Eindämmung der Covid-19 Infektionsraten und tragen diese verantwortungsvoll, sowie vollumfänglich mit. Gleichzeitig begrüßen wir die monetäre Unterstützung für Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe", betont er und sagt weiter: "Für uns heimische Sekthersteller bricht mit dem Fortbestand der Schließungen sowie dem Wegfall der Ballsaison, des Vorweihnachts- und Silvestergeschäfts fast die gesamte Hauptsaison weg. Das ist gleichzusetzen mit einem Entzug der Lebensgrundlage für zahlreiche Betriebe der Sektbranche." Deshalb fordert er stellvertretend für die betroffene Branche einen prozentuell-anteiligen Umsatzersatz in Anlehnung an die Gastronomie mit 50 Prozent, schließlich sei die heimische Sektbranche mit einer jährlichen Wertschöpfung von circa 60 Millionen Euro ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Nation.

Die Hoffnung liegt derzeit auf dem LEH. "Der Griff zu heimischen Schaumweinen bedeutet nicht nur prickelnden Genuss, sondern hilft gerade in Zeiten wie diesen, Arbeitsplätze zu sichern und die Wertschöpfung im eigenen Land zu erhalten. Ich lade deshalb alle Österreicherinnen und Österreicher dazu ein, einen kleinen Beitrag zu leisten und unsere hervorragenden heimischen Schaumweinprodukte auch im Einzelhandel zu erwerben", so Jagersberger abschließend.
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