Pfanner Holding: Pfanner reüssiert dank stark...
 
Pfanner Holding

Pfanner reüssiert dank starkem Exportgeschäft

Lisa Mathis
Peter Pfanner: "Wir bedauern vor allem die Situation in der Gastronomie und spüren das auch selbst an unseren Umsätzen“.
Peter Pfanner: "Wir bedauern vor allem die Situation in der Gastronomie und spüren das auch selbst an unseren Umsätzen“.

Ein stabiles Retail-Auslandsgeschäft beschert dem Familienunternehmen ein kleines Umsatzplus, mit dem die rückläufige Entwicklung am Heimatmarkt abgefedert werden kann.

Der Vorarlberger Getränkeproduzent schaffte 2020 ein Umsatzplus von 2,4 Prozent auf 302 Millionen Euro. Die solide Umsatzentwicklung im Krisenjahr ist insbesondere auf das positive Auslandsgeschäft im Eistee- und Fruchtsaftsortiment zurückzuführen. Der Exportanteil der Lauteracher liegt bei 83 Prozent. Damit konnten die Umsatzeinbußen am Heimatmarkt abgefedert werden, wo Pfanner mit einem Umsatzanteil von 30 Prozent stark im Außer-Haus-Bereich tätig ist. "Wir bedauern vor allem die Situation in der Gastronomie und spüren das auch selbst an unseren Umsätzen", berichtet Geschäftsführer Peter Pfanner. Die ebenfalls von den Auswirkungen betroffene Entwicklung im LEH reichte im letzten Jahr folglich nicht, um das fehlende Gastro-Volumen im Heimatmarkt zu kompensieren. "Glücklicherweise konnten wir uns dank starker Export-Tätigkeiten relativ gut halten, da wir in den Auslandsmärkten nicht so Gastronomie-abhängig sind", erklärt Pfanner. Erfreulich entwickelten sich vor allem die Kern-Exportmärkte Deutschland, Italien und Südosteuropa. "Besonderer Dank gebührt auch unseren Mitarbeitern und Lieferanten, die mitgeholfen haben, die Produktion das ganze Jahr über aufrecht zu erhalten und damit durchgehende Lieferfähigkeit und Getränkeversorgung zu gewährleisten."

Punkten konnte der Hersteller im Vorjahr dank seines Getränkekarton-Gebindes, denn in Zeiten von Lockdown und Home-Office waren vor allem die Fruchtsaft- und Teekonzepte in der 2,0-Liter-Vorratspackung gefragt. Zudem erfreut sich die zucker- und süßstofffreie Bio Pure Tea Range weiterhin großer Beliebtheit und steht bereits für zehn Prozent von Pfanners Eisteeabsatz. In Deutschland gelang es Pfanner dadurch, eigenen Angaben zufolge, seine Anteile am Eisteemarkt auszubauen und die Marktführerschaft zu festigen.

Das in fünfter Generation geführte Familienunternehmen startet zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr und legt seine Kommunikationsschwerpunkte auf die 20-jährigen Fairtrade-Partnerschaft und das Thema Nachhaltigkeit. "Seit 2020 beziehen wir ausschließlich Strom aus Wasserkraft. Unsere Bürogebäude beheizen wir mit Abwärme aus der eigenen Produktion und auch unsere Verpackungen optimieren wir kontinuierlich", erläutert Pfanner. Seine PET-Flaschen stattet Pfanner künftig mit Shorty-Verschlüssen aus, wodurch jährlich mehr als 100 Tonnen PET eingespart werden sollen.

Mit Innovationen Chancen ergreifen

Pfanner
Der Eisteespezialist erweitert sein Angebot im dynamischen Marktumfeld um erfrischend-fruchtigen Eistee-Sirup in den Sorten "Eistee Pfirsich" und "Grüner Tee Zitrone-Kaktusfeige". Mit einem besonders ergiebigen Mischverhältnis von 1:10 lassen sich bei entsprechender Dosierung 7,7 Liter Eistee aus der 0,7L-Flasche genießen. Neu sind zudem die Pfanner Ingwer-Shots, für die der Ingwer direkt gepresst und mit spritziger Zitrone sowie saftigen Äpfeln beziehungsweise Orangen und Kurkuma abgerundet wird. 
Pfanner Holding

Umsatz 2020: 302 Mio. Euro
Veränderung zum Vorjahr: + 2,4 % 
Exportanteil: 83 %
Hauptmärkte: Deutschland, Italien, Österreich, Tschechien
Aktive Marktbetreuung: weltweit über 80 Länder
Mitarbeiter Österreich: 450
Mitarbeiter gesamt: 1.000
Produktionsstätten: Lauterach/Vorarlberg, Enns/Oberösterreich, Hamburg/Deutschland, Policoro/Italien, Bar/Ukraine
Tochterunternehmen: 12 in Europa
Vorstand: Peter Pfanner, Hermann Pfanner, Hans Lanzinger, Manfred Boch

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