Plattform Verpackung mit Zukunft: Alleine wir...
 
Plattform Verpackung mit Zukunft

Alleine wirds nicht gehen

Plattform Verpackung mit Zukunft

Bereits Ende 2019 gegründet, aber erst jetzt, nach monatelangen Sondierungsgesprächen an die Öffentlichkeit getreten, will die Plattform Verpackung mit Zukunft für eine Versachlichung des Themas Verpackung sorgen.

Gründungsmitglieder sind sieben Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette - Greiner, Alpla Group, Nestlé Österreich, Coca-Cola Österreich, Interseroh Österreich, Engel Austria und Erema Group. Die Eckpfeiler sind die Förderung einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, die Schaffung von mehr Bewusstsein für den sinnvollen Einsatz von Verpackungen bzw. die Vermeidung von Verpackungen und damit die Initiierung eines konstruktiven Dialoges im Spannungsfeld der Verpackungsdiskussion mit unterschiedlichen Stakeholdern.

Vorzeigeland Österreich

„Die vier Eckpunkte einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft Reduce, Replace, Reuse und Recycle werden von den Mitgliedern der Plattform in vielen Bereichen bereits umgesetzt. Gemeinsam können wir Innovationen aber noch mehr vorantreiben. Wir wollen Österreich als Vorzeigeland in Sachen Nachhaltigkeit bei Verpackungen positionieren und dafür ein Sprachrohr sein“, so Günther Lehner, CEO der Vorarlberger Alpla Group, einem global tätigen Spezialisten für Kunststoffverpackungen und Recycling.

Angela Teml, Head of Corporate Communications von Nestlé Österreich, gibt jedoch zu bedenken: „In der aktuellen Krise wurden wichtige Eigenschaften von Verpackungen – der Transportschutz, die längere Haltbarkeit von Lebensmitteln und der Hygienefaktor – deutlich sichtbar. Kunststoffverpackungen haben generell und gerade in Zeiten wie diesen das sachliche Argument auf ihrer Seite – es wäre gut, wenn es nachher auch noch so wäre“.

Ziel: eine funktionierende Kreislaufwirtschaft

Bei allen Überlegungen und Projekten bleibt jedoch eines immer im Fokus, die Nachhaltigkeit. „So ist zum Beispiel bereits das gesamte Römerquelle PET-Flaschensortiment aus 100 Prozent wiederverwertetem PET“, nennt Coca-Cola Österreich Unternehmenssprecher Philipp Bodzenta eines von vielen Beispielen.

So sieht sich also die Plattform Verpackung mit Zukunft als Dialogpartner für die Weiter­entwicklung der Debatte rund um Verpackung – für Politik, Wissenschaft, NGOs wie auch Konsumenten. „Wir wollen Verantwortung übernehmen und suchen den Austausch mit allen relevanten Stakeholdern. Das Ziel ist eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und mit der Bildung der Plattform sind wir diesem einen wesentlichen Schritt näher­gekommen“, fasst Manfred Hackl, Geschäftsführer der Erema Group, die Zielsetzung zusammen.

Stefan Engleder, CEO von Engel Austria, geht in Sachen Zusammenarbeit sogar noch einen Schritt weiter: „Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich die Unternehmen der Verpackungsindustrie weltweit vernetzen. Die Kreislaufwirtschaft ist eine überregionale und zugleich interdisziplinäre Herausforderung, die wir nur gemeinsam wirklich mit Nachdruck verfolgen und erfolgreich lösen können. Als Maschinenbauunternehmen leisten wir einen wesentlichen Beitrag, Verpackungen so zu produzieren, dass sie die Ressourcen schonen und selbst recyclebar sind. Der Fokus liegt auf ‚Design for Recycling‘ und neuen digitalen Technologien. In Österreich gibt es eine Reihe von Unternehmen, deren innovative Technologien auf diesem Gebiet weltweit gefragt sind.“

Die Politik mit ins Boot holen

Die Mitglieder der Plattform Verpackung mit Zukunft haben auch konkrete Anliegen, die sie mit der Politik diskutieren wollen. „Dabei denken wir an die Einführung von einheitlichen Sammelsystemen - besonders für den Gelben Sack -, an die Verbesserung der Infrastruktur in den Bereichen Trennung, Sammlung, Sortierung und Recycling oder schlicht an die Förderung von Verpackungslösungen, die zu 100 Prozent wiederverwendbar, wiederverwertbar oder recyclingfähig sind“, nennt Franz Sauseng, Geschäftsführer des Umweltdienstleisters Interseroh Austria als erste Punkte.

Jedes einzelne Plattform-Mitglied hat sich zahlreiche Aktivitäten vorgenommen, die jedoch gemeinsam umgesetzt werden. „Wir starten mit einer digitalen Podiumsdiskussion zum Thema Lebensmittelverschwendung, werden Gespräche mit politischen Akteuren führen und suchen in regelmäßigen Sparring Meetings den Austausch mit Wissenschaft und NGOs“, fasst Günther Lehner die kommenden Maßnahmen der Plattform zusammen.

Abschließend noch Axel Kühner, CEO der Greiner AG, oberösterreichischer Global Player in der Kunststoff- und Schaumstoffindustrie: "Es geht nur entlang der gesamten Verpackungswertschöpfungskette, und da wir wissen, dass das keine leichte Übung wird, wird es nur gemeinsam gehen. Alleine wird es nicht funktionieren. Daher diese Plattform."

Übrigens: Die sieben Unternehmen der Plattform Verpackung mit Zukunft beschäftigen mehr als 40.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 9 Milliarden Euro.

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