Privatbrauerei Zwettl: Vorkrisen-Niveau zum z...
 
Privatbrauerei Zwettl

Vorkrisen-Niveau zum zweiten Mal getoppt

Privatbrauerei Zwettl/Philipp Lipiarski
Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl und Bierwerkstatt Weitra
Karl Schwarz, Inhaber der Privatbrauerei Zwettl und Bierwerkstatt Weitra

Bier ist zwar nach wie vor das Hauptprodukt der Privatbrauerei Zwettl, doch die größten Wachstumsimpulse kommen mittlerweile aus dem AF-Sektor.

2022 war für die Privatbrauerei Zwettl und die Bierwerksatt Weitra ein "gutes Jahr", so deren Inhaber und Geschäftsführer Karl Schwarz. In Summe setzte man inklusive Handelswaren 216.800 Hektoliter Getränke ab, was einem Plus von 3,24 Prozent gegenüber 2021 entspricht. "So konnte auch 2022 - zum zweiten Mal in Folge - das Vorkrisen-Niveau absatz- und wertmäßig übertroffen werden", zeigt sich Schwarz stolz.

Der Bierabsatz belief sich 2022 auf 196.600 Hektoliter und erhöhte sich damit um 0,72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der Herstellung von AF-Getränken - das Sortiment umfasst mit "Korl", "Schurli", "Mitzi" und "Johann" mittlerweile vier eigene Produkte sowie eine Frucade-Lizenzabfüllung - erreichte man mit 1,25 Millionen Litern sogar ein Plus von 30 Prozent, was ein neues Allzeit-Hoch bedeutet. "Mussten sich Bierbrauer in der älteren Vergangenheit nahezu rechtfertigen, wenn sie alkoholfreie Getränke herstellten, so gehört das breite Angebot heute zum guten Ton und trägt deutlich zu Erfolg und Ergebnis bei. Wir haben uns also vom Bierbrauer zum Durstlöscher entwickelt", schmunzelt Karl Schwarz.

Die Produktion von alkoholfreien Getränken erhöhte sich bei der Privatbrauerei Zwettl im Vorjahr um 30 Prozent auf 1,25 Millionen Liter.
Privatbrauerei Zwettl/Christoph Kerschbaum
Die Produktion von alkoholfreien Getränken erhöhte sich bei der Privatbrauerei Zwettl im Vorjahr um 30 Prozent auf 1,25 Millionen Liter.
Sehr erfreut zeigt sich der Getränke-Unternehmer übrigens über das Abschneiden in der Gastronomie im Vorjahr. "Vor allem Fassbier war 2022 sehr gefragt. In Summe wurde im Vorjahr mengenmäßig um 51 Prozent - das entspricht über drei Millionen Krügerl - mehr Bier in der Gastronomie abgesetzt als 2022. Dennoch sind wir noch nicht ganz auf Vorkrisen-Niveau angelangt", so Schwarz.

Für die nächsten Jahre kündigt der Brauereiinhaber ein viele Millionen Euro schweres Investment in die Produktion und neue Anlagen an, "um uns fit für die Zukunft aufzustellen und mittelfristig von fossilen Energieträgern zu lösen". Konkret wird 2023 die bestehende, 980 Paneele umfassende Photovoltaikanlage um weitere 1.308 Module erweitert. In Summe sollen die beiden Anlagen dann jährlich bis zu 870.000 kWh Sonnenstrom erzeugen und damit mehr als die Hälfte des Eigenbedarfs der Brauerei abdecken.
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