Rabobank: Ranking der Molkereikonzerne veröff...
 
Rabobank

Ranking der Molkereikonzerne veröffentlicht

Rabobank
Im Ranking der Milchverarbeiter ist Bewegung. © Rabobank
Im Ranking der Milchverarbeiter ist Bewegung. © Rabobank

Die Umsätze der größten Molkereikonzerne sind weltweit zusammengeschnurrt. Die Milchkrise macht allen zu schaffen und führt zu weiterer Marktkonzentration. Im Top-20-Ranking der Rabobank werden Plätze getauscht.

Krisenzeiten sind oft Zeiten zunehmender Konzentration. So ist es kaum verwunderlich, wenn die Zahl der Käufe im weltweiten Milchgeschäft hoch bleibt. Die Rabobank zählte 2015 insgesamt 96 Deals (Vorjahr 98). Der Milchpreisverfall lässt die Umsätze der meisten Molkereikonzerne schmelzen. Wechselkursschwankungen belasten zusätzlich das Geschäft. Laut einer Analyse der niederländischen Rabobank liegt in Dollar gerechnet der addierte Umsatz der Top 20 Milchverarbeiter 13 Prozent unter Vorjahr. 

Mit 194 Mrd. US-Dollar haben die Top 20 Milchverarbeiter in der Welt im vergangenen Jahr rund 13 Prozent weniger umgesetzt als noch ein Jahr zuvor. In Euro gerechnet legte der Umsatz um 4 Prozent zu. Dabei verzeichnet das Rabobank-Ranking einige Wechsel in den Positionen. Den größten Sprung nach vorne macht dabei die deutsche Molkerei Müller. Durch die Übernahme von Dairy-Crest rückt das Unternehmen fünf Positionen nach vorne - von Platz 20 auf Platz 15. Das Deutsche Milchkontor (DMK) gehört auch zu den größten, büßt aber zwei Plätze ein und steht nunmehr auf Platz 16.

Gewinner im Ranking ist auch das Unternehmen Dairy Farmers of Americas durch die Übernahme seines Joint Ventures Dairi Concepts. Kontinuität herrscht dagegen an der Spitze: Nestlé verteidigt den ersten Platz. Die französischen Konzerne Lactalis und Danone halten sich durch Zukäufe auf den nächsten beiden Rängen.

Die Neuseeländer Fonterra verlieren einen Platz durch den Verkauf von Anteilen an Dairi Concepts und dem Rückzug aus dem australischen Joghurtgeschäft verabschiedet. Lactalis macht 2015 neun Akquisitionen und bleibt weiter übernahmehungrig. Der französische Konzern Savencia ist dagegen der Verlierer im Ranking. Das Unternehmen büßte vier Plätze ein und steht nun auf Platz 19. 
stats