Rupp: 100 Jahre Alma
 
Pia Berchtold
Andrea Schwarzmann (Vizepräsidentin Landwirtschaftskammer Vorarlberg), Antonella und Josef Rupp, Landesrat Christian Gantner und Alma Sennerin Anna Österle
Andrea Schwarzmann (Vizepräsidentin Landwirtschaftskammer Vorarlberg), Antonella und Josef Rupp, Landesrat Christian Gantner und Alma Sennerin Anna Österle

Alma feierte das große Markenjubiläum auf mehr als 1.600 Metern Seehöhe und mit zahlreichen Gästen.

Am 21. Oktober 2021 feierte die Käsemarke Alma ihr 100-jähriges Bestehen mit rund 100 Gästen auf über 1.600 Metern Seehöhe. Zum Sonnenuntergang trudelten die Gäste ins Panoramarestaurant Bezau zum Aperitif ein, nachdem zuvor Schauspieler Tobias Fend die Gondelfahrt für eine künstlerische Darbietung der letzten 100 Jahre Alma genutzt hatte. Es folgte eine Podiumsdiskussion mit Josef Rupp, Daniel Marte (Vorstand Rupp AG) und Landesrat Christian Gantner. Teil des Programms waren auch der Alma Fotowettbewerb und das Alma Alpschreiberin Stipendium.

100 Jahre Käsehandwerk

Die Geschichte von Alma begann im Jahr 1921. Um die Ursprünge des Unternehmens zu ergründen, müsste man aber noch weitere 60 Jahre zurückgehen. Denn seine Entstehungsgeschichte ist eng verknüpft mit jener der Bregenzerwälder Bauern und Senner. Der wohl bekannteste unter ihnen war der Bauer, Dichter und Freigeist Franz Michael Felder, auf dessen Initiative 1860 eine Handvoll entschlossener Bauern den „Landwirtschaftlichen Käseverein Bezau“ gegründet haben. Mit genossenschaftlichen Dorfsennereien wollten sie das Monopol der sogenannten Käsegrafen brechen. Aus dieser Zusammenarbeit heraus wurde am 1. Oktober 1921 das genossenschaftliche Unternehmen Alma gegründet. Auch 100 Jahre später ist die seit 2008 zur Rupp AG gehörige Marke ihren Qualitätsansprüchen treu geblieben.

Die Übernahme war damals ein wichtiger Schritt, um Investitionen zu ermöglichen und Wachstumschancen wahrzunehmen. Mit dem Kauf verpflichtete sich das Familienunternehmen Rupp, sämtliche Mitarbeiter zu übernehmen, die Geschäftsfelder von Alma weiterzuführen und auch die Marke weiterhin eigenständig zu belassen. Und so ist auch heute das Markenzeichen – die Alma-Sennerin in der weißen Bregenzerwälder-Juppe – auf den Verpackungen zu sehen. „Und es gibt ja noch ein weiteres Merkmal der Marke Alma, dass schon vor 100 Jahren entstanden ist: die Schmelzkäseprodukte“, sagt Daniel Marte. Das heutige Erfolgsprodukt entstand ebenfalls schon 1921 – damals aus einer Not heraus. Weil die Naturkäselager voll waren, entschied man sich zur Errichtung einer Schmelzkäserei. Eine absolute Pionierleistung, gab es schließlich damals in Österreich noch keine andere Schmelzkäseproduktion. „Somit ist Alma logischerweise die älteste Schmelzkäsemarke Österreichs“, so Marte. Heute ist Alma in Österreich neben den Schmelzkäse-Ecken auch mit den Naturkäseprodukten stark vertreten – sowohl im LEH als auch über eigene Vertriebskanäle wie drei Alma-Verkaufsläden, vier Sennereien oder dem Webshop. Darüber hinaus erfreut sich die Traditionsmarke seit einigen Jahren in Deutschland zunehmender Beliebtheit. „Alma ist die Marke für traditionelle Vorarlberger Käsespezialitäten“, betont Christof Abbrederis, Bereichsleiter Alma.




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