WHO-Studie: Rupprechter verteidigt heimische ...
 
WHO-Studie

Rupprechter verteidigt heimische Wurst

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Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat nach Veröffentlichung einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Thema Wurst erzeuge Krebs heftig zurückgeschossen und die heimische wurst verteidigt.

Die Feststellung der WHO, wonach verarbeitetes Fleisch krebserregend ist, sei eine „Farce“, schrieb Rupprechter laut orf.at auf Facebook. Für ihn sei klar: „Österreichs Wurst ist und bleibt bedenkenlos die Beste!“, wobei er auf der gleichen Plattform dennoch zu "maßvollem Fleischverzehr" aufrief.

In dem Facebook-Kommentar kritisierte er die Verunsicherung der Konsumenten. „Schinken auf die selbe Stufe zu stellen wie Asbest ist hanebüchener Unsinn und verunsichert nur die Menschen“, schrieb Rupprechter.

Im Büro von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser kann man ob der Vorwürfe nur den Kopf schütteln: Die Erkenntnisse sind keineswegs neu, betonte einmal mehr, dass Übermaß nie gesundheitsfördernd sei und verweis laut APA auf die Ernährungspyramide, wonach maximal dreimal pro Woche Fleisch oder Wurst konsumiert werden sollte. Und: Dass die aktuelle Veröffentlichung der WHO-Studie nichts anderes sei als eine Zusammenfassung von rund 800 Publikationen zum Thema. Dazu einige Experten unisono: "Die Arbeit, die dahintersteckt, ist sicher anzuerkennen, aber es ist natürlich im Detail zu hinterfragen, aus welchen Regionen der Welt die Studien stammen."

Zurück zu besagter WHO-Studie. In dieser steht nämlich unter anderem geschrieben, dass vor allem in der Altersgruppe 50+ nicht selten Darmkrebs auftritt - das ist bei Männern immerhin die dritthäufigste Krebserkrankung, bei Frauen sogar die zweithäufigste.
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