ARA: Sammelfieber in Österreich
 
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Sammelfieber in Österreich

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Christoph Scharff, Vorstandssprecher der ARA, will eine funktionierende Kreislaufwirtschaft etablieren.© ARA
Christoph Scharff, Vorstandssprecher der ARA, will eine funktionierende Kreislaufwirtschaft etablieren.© ARA

Eine erste Hochrechnung der Altstoff Recycling Austria AG für das Jahr 2015 zeigt, dass mit einer Gesamtsammelmenge von 1.051.000 Tonnen Verpackungen und Altpapier der Haushalte das Vorjahresniveau zwar um 0,6 Prozent nicht erreicht werden konnte, aber das Sammelniveau in Österreich konstant auf hohem Niveau liegt.

Geringfügige Verschiebungen gab es bei den unterschiedlichen Verpackungsarten: Das Sammelvolumen von Leichtverpackungen erhöhte sich, jenes von Metallverpackungen ging zurück (Details dazu in der Grafik). Ein Vorjahresvergleich für Glas ist durch das novellierte Abfallwirtschaftsgesetz mit einhergehender geänderter Berechnungsmethode nicht möglich.

Mülltrennung hat sehr gutes Image
Dass man in Österreich auf so hohe Verpackungssammelmengen kommt, hängt auch mit den heimischen Systemen zusammen, die das Sammeln für die Haushalte einfach und schnell machen. Das wiederum führt dazu, dass 96 % der Österreicher (IMAS-Studie im Dezember 2015, Auftraggeber ARA) die Mülltrennung als eine gute bzw. sehr gute Idee finden und 92 % mit dem Sammelsystem zufrieden bzw. sehr zufrieden sind. Für 76 % ist die getrennte Entsorgung eine selbstverständliche Notwendigkeit.

Recycling-Spitze in Europa
Trotz des Recycling-Spitzenniveaus im Europa-Vergleichs wäre es aus Sicht des ARA-Vorstandssprechers Christoph Scharff ein Fehler, sich auf diesem Erfolg auszuruhen. Scharff blickt in die Zukunft: „Unser Ziel muss es sein, eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Wir müssen aber unseren Horizont über den einfachen Siedlungsabfall, den Hausmüll hinaus erweitern“. Für ihn stellt sich ein enormes Potenzial von Rohstoffen, die in Gebrauchsgütern, Gebäuden und Infrastruktur stecken, dar.

Die ARA wird sich jedenfalls auch weiterhin um die Bewusstseinsbildung rund um das Thema Mülltrennung kümmern, auch wenn bereits 98 % der befragten Personen den Müll trennen. Und mit der Initiative ARA4kids sorgt man für diese schon im frühen Kindesalter.

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