Schlumberger AG: Schlumberger geht von der Bö...
 
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Schlumberger geht von der Börse

Schlumberger AG
Eduard Kranebitter, Vorstandsvorsitzender Schlumberger AG © Schlumberger AG
Eduard Kranebitter, Vorstandsvorsitzender Schlumberger AG © Schlumberger AG

Die Schweizer Sastre Holding S.A. übernimmt alle Aktien des Sektherstellers und nimmt ihn von der Wiener Börse. Den verbliebenen Minderheitsaktionären droht ein Squeeze-Out.

2014 übernahm Sastre SA rund um den Unternehmer Frederik Paulsen rund 50 Prozent der Anteile an Schlumberger vom Spirituosenhersteller Underberg. Seither hat man die Anteile weiter aufgestockt auf über 90 Prozent. Im Dezember letzten Jahres legte die Holding, die zu diesem Zeitpunkt rund 87 Prozent der Schlumberger-Aktien hielt, ein Angebot für die Übernahme der restlichen Aktien. Geboten wurden 26 Euro je Stammaktie und 18,5 Euro je Vorzugsaktie und samt Dividende für 2016. „Zahlreiche Aktionäre nutzten die Gelegenheit und nahmen das attraktive Angebot an“, heißt es dazu in einer Presseaussendung von Schlumberger. „Der Wunsch nach einem Rückzug von der Börse seitens des Haupteigentümers ist aus wirtschaftlicher Sicht mehr als verständlich“, erklärt Schlumberger-Vorstandsvorsitzender Eduard Kranebitter. „Schlumberger ist untrennbar mit der österreichischen Genusskultur verbunden. Wir begrüßen das Engagement der Sastre Holding, die ein klares Bekenntnis zu unseren Mitarbeitern, dem österreichischen Standort und der hohen Qualität durch österreichische Rohstoffe abgibt.“

Da die Schweizer nun über 91,5 Prozent am gesamten Grundkapital und rund 97,4 Prozent am stimmberechtigten Grundkapital halten, ist es ihnen möglich die verbleibenden Aktionäre über das Gesellschafterausschluss-Gesetz aus dem Unternehmen zu verdrängen. Den Minderheitsaktionären bleiben noch drei Monate, um ihre Anteilsscheine freiwillig an Sastre zu verkaufen, sonst droht ihnen in der nächsten Hauptversammlung (am 23. Juni 2017) das sogenannte Squeeze-Out.
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