Schlumberger/Kattus: Schlumberger kauft Hochr...
 
Schlumberger
Eduard Kranebitter, Dr. Ernst Polsterer-Kattus, Herbert Jagersberger (v.l.n.r.)© Schlumberger
Eduard Kranebitter, Dr. Ernst Polsterer-Kattus, Herbert Jagersberger (v.l.n.r.)© Schlumberger

Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung erwirbt Schlumberger von der Johann Kattus GmbH 100 Prozent der Geschäftsanteile der Hochriegl Wein- und Sektkellerei GmbH. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Die Schlumberger Wein- und Sektkellerei übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörde von der Firma Kattus 100 Prozent der Geschäftsanteile der Hochriegl Wein- und Sektkellerei GmbH einschließlich deren Produktionsmaschinen. Mit dem Kauf gehen sämtliche Hochriegl Marken auf die Schlumberger Gruppe über. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Als Beweggründe für den Verkauf führt Ernst Polsterer-Kattus den Preisverfall seit dem EU-Beitritt Österreichs bei gleichzeitig stetig gestiegenen Kosten ins Treffen. „Eine erfolgreiche Führung der Marke Hochriegl war unter diesen Umständen nicht länger möglich“, räumt der emotional sichtlich berührte Kattus-Geschäftsführer ein. Trotzdem wird er in Zukunft ruhiger schlafen. "Denn mit dem Verkauf von Hochriegl ist Kattus zum ersten Mal seit 40 Jahren schuldenfrei", so Polsterer Kattus. In Zukunft will sich das Unternehmen verstärkt auf die Herstellung und den Vertrieb der Marke Kattus und auf das Geschäft mit Distributionsmarken wie Corona, Four Roses oder Laurent Perrier konzentrieren.

Mit dem Erwerb von Hochriegl setzt Schlumberger den angekündigten Schritt der Konzentration auf seine Kernkompetenzen konsequent fort. Aus der Sicht von Schlumberger Vorstandsvorsitzendem Eduard Kranbitter passt Hochriegl zu Schlumberger wie die sprichwörtliche Faust aufs Aug. Während Hochriegl zu 90 Prozent im Handel verkauft wird, liegt die Stärke von Schlumberger laut Kranebitter vor allem im Bereich Gastronomie. Mit der Übernahme von Hochriegl steigert Schlumberger seinen mengenmäßigen Marktanteil im LEH auf 22 bis 23 Prozent und wertmäßig auf knapp unter 30 Prozent. Der Jahresausstoß von Schlumberger erhöht  sich durch die Übernahme von Hochriegl auf rund 5,5 Mio. Flaschen Sekt pro Jahr. Der österreichische Gesamtverbrauch hat sich in den letzten Jahren recht stabil bei rund 20 Millionen Flaschen pro Jahr eingependelt.
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