Josef Manner & Comp. AG: Schwieriges Exportge...
 
Josef Manner & Comp. AG

Schwieriges Exportgeschäft

Manner
© Manner
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Die Josef Manner & Comp. AG hat den Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017 veröffentlicht, der einen leichten Umsatzrückgang ausweist, aber auch eine sehr positive Entwicklung am Heimatmarkt Österreich.

Im ersten Halbjahr ergeben sich die Umsatzerlöse (inklusive der Erlöse aus Merchandising-Artikeln) der Josef Manner & Comp. AG um TEUR 1.433 bzw. 1,5 % reduziert gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während im Export Rückgänge zu verzeichnen sind, konnten am Heimatmarkt leichte Zuwächse verzeichnet werden. Als Folge daraus ist die Exportquote von 60,1 % (2016) auf 58,9 % der Warenumsätze zurückgegangen.

Ertragslage

Die Entwicklung der Betriebsleistung verlief ähnlich wie die Umsatzentwicklung. Sie sinkt um TEUR 1.518 bzw. 1,6 %, weil die Bestandsreduktion des laufenden Jahres geringer ausfällt wie auch die sonstigen betrieblichen Erträge. Durch mehrere Veränderungen in geringem Ausmaß bei Rohstoffpreisen sowie durch Veränderungen beim Aufwand aus bezogenen Leistungen durch sich verändernde Anforderungen des Geschäftsgangs ist die Summe des Materialaufwands im Vergleich minimal erhöht. Der Anteil an der Betriebsleistung steigt so von 54,9 % im Vorjahr auf 55,9 % im laufenden Geschäftsjahr. Beeinflusst durch diverse Faktoren ergeben sich Personalaufwendungen, in Relation zur Vergleichsperiode des Vorjahres um 6,0 % reduziert. Während kollektivvertragliche Erhöhungen eine Steigerung bewirken, ergibt sich aus der reduzierten Betriebsleistung tendenziell eine Reduktion der Personalaufwendungen.

Ausblick

Mit der Sommer-Promotion „Mission Manner“ in allen relevanten Märkten geht Manner in den Herbst und dabei mit einem neuen Produktlaunch noch heuer in Deutschland auf den Markt. Es ist das erste Mal, dass man eine Innovation maßgeschneidert in Deutschland startet. Ein weiterer, adaptierter Roll-out in den anderen Manner-Ländern ist mit Anfang 2018 geplant. Die aktuelle Neueinführung von „Casali Schokobananen Double Choc“ wird ab Herbst mit einer neuen Kampagne in Österreich und Slowenien im TV unterstützt.

Die für Manner wichtigsten Rohstoffe zeigten zuletzt eine freundliche Preisentwicklung, die auch für die kommenden Monate ähnlich erwartet wird. Spekulationen an den Märkten sorgen dafür, dass die Preisentwicklung nicht immer entsprechend der Ernteerwartungen verläuft. Die Trockenheit in weiten Teilen Europas führt aktuell bei Mehl zu steigenden Preisen.

Manner nimmt im Halbjahresfinanzbericht auch Stellung zu den Vorwürfen der so genannten Visegrád-Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn) bezüglich unterschiedlicher Qualitäten von Lebensmitteln innerhalb der EU, Stichwort „Zweiklassenprodukte“, die auch Manner als Beispiel nannten. Man hat auf diese Vorwürfe, Manner-Schnitten von „minderer Qualität“ liefern, reagiert und an die Ministerien der Länder, aus denen diese Vorwürfe gekommen sind, eine Richtigstellung geschickt sowie eine Einladung an deren Vertreter, sich vor Ort von der einheitlichen Rezeptur und Qualität zu überzeugen. Auch medial ist Manner im In- und Ausland gegen diese Behauptungen vorgegangen.

Die Übersiedlungen der bestehenden Anlagen und die darauffolgende Einbindung in das neue Produktionskonzept der so genannten „vertikalen Produktion“ schreiten voran. Die enorme Komplexität unter Wahrung der Lieferfähigkeit führten aktuell zu Verzögerungen in der Umsetzung des Projektes, berichtet das Unternehmen. Die Effizienzverbesserung sämtlicher Aktivitäten bleibe unverändert eine wesentliche Zielsetzung. Für die kommenden Jahre werde in diesem Zusammenhang der Aus- und Umbau des Standorts Wien eine wichtige Rolle einnehmen. Für das Wirtschaftsergebnis des Geschäftsjahres 2017 hat Manner die Erwartung, das derzeit negative Ergebnis noch in den positiven Bereich führen zu können.
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