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Start-ups revolutionieren die Logistik

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Die Zahl der Logistik-Start-Ups ist von 2016 auf 2017 weiter angewachsen. Grafik: Trade Machines
Die Zahl der Logistik-Start-Ups ist von 2016 auf 2017 weiter angewachsen. Grafik: Trade Machines

Die Digitalisierung der Logistik hinkt hinterher.

Eine Studie des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat dies offenbart: 52% der Unternehmen aus dem Bereich Verkehr und Logistik meinen, dass ihr Unternehmen keine Digitalisierung brauche. Beim Wirtschaftsindex DIGITAL liegt die Branche Verkehr und Logistik auf Platz zehn von elf – nur das Gesundheitswesen ist weniger digital.

Start-Ups gelten als Impuls- und Ideengeber und fokussieren sich oft ausschließlich auf digitale Prozessen. Und sie machen auch vor der Logistik-Branche nicht halt: Im Schnitt wird alle fünf Tage ein neues Logistik-Start-Up gegründet. Die Investitionen kommen vor allem aus den USA und Asien, aber auch im deutschsprachigen Raum steigt die Zahl an relevanten Start-Ups: In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein Anstieg von 33% zu vernehmen – von 40 Logistik-Start-Ups im Jahr 2016 auf über 60 Start-Ups in 2017 (siehe Grafik).

Das in Wien ansässige Start-Up Cargometer widmet sich der Frachtvermessung. Lange wurden Ladungen gar nicht gemessen oder nur geschätzt. Das ginge zwar schneller, jedoch verlieren Unternehmen dadurch Geld, da LKWs nicht immer ausgelastet sind. Cargometer hat eine Lösung entwickelt, mit der das Stückgut beim Passieren des Ladetores direkt auf dem fahrenden Gabelstaplern mit einer 3D-Technologie vermessen werden kann. Das in Österreich gegründete Start-Up Byrd wiederum hat sich zur Aufgabe gemacht, den Warenversand so zu vereinfachen, dass Händler oder Kunden quasi keinen Aufwand mehr haben. Dabei spezialisieren sie sich auf Privatpersonen und kleine Unternehmen. Diese können durch Byrd ihre Ware an den Standorten Wien und Berlin abholen, verpacken und Pakete je nach Größe und Lieferziel zum bestmöglichen Tarif verschicken lassen.

Frischer Wind kommt aber auch aus den USA. Hier haben sich „Außenseiter“ Amazon und Uber in den letzten Jahren immer mehr zu Logistik-Unternehmen entwickelt. Mit UberFreight bietet das ursprüngliche Taxi-Unternehmen eine digitale Spedition für den LKW-Güterverkehr. Der Service verbindet Verlader und Transporteur direkt miteinander. Auch Amazon arbeitet an einer ähnlichen Anwendung. Beide Unternehmen zeigen außerdem innovative Lösungen bei der Zustellung auf der letzten Meile: Mit AmazonFlex und UberRush werden Privatpersonen zu Paketboten, die mit ihren eigenen Fahrzeuge Pakete für Amazon bzw. kooperierenden Unternehmen ausliefern.

Dieser Beitrag ist eine verkürzte Form eines Leserservices von Maike Radermacher, PR Managerin bei Trade Machines, der in unserer aktuellen Juni 2018 Ausgabe des CASH Handelsmagazins auf Seite 78 erschienen ist.

Grafik 1: Quelle
Grafik 2: Quelle

AmazonFlex und UberRush machen Privatpersonen zu Paketboten. Grafik: Trade Machines
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AmazonFlex und UberRush machen Privatpersonen zu Paketboten. Grafik: Trade Machines


Maike Radermacher, PR Managerin bei Trade Machines © Trade Machines
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Maike Radermacher, PR Managerin bei Trade Machines © Trade Machines
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