Ritter Sport: Stiftung Warentest verliert geg...
 
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Stiftung Warentest verliert gegen Ritter Sport

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Ergebnis im Rechtsstreit zwischen Ritter Sport und der Stiftung Warentest: Der Schokoladenhersteller gewinnt den Machtkampf gegen die Warenprüfer und fordert nun eine offizielle Abschlusserklärung.

Der 2013 zur Vorweihnachtszeit ausgebrochene Rechtsstreit zwischen Schokoladehersteller Ritter Sport und der Stiftung Warentest wurde nun vorerst vom Oberlandesgericht München beendet. Das Berufungsverfahren bestätigte die einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest, die den Warenprüfern auch weiterhin untersagt, dem Schokoladehersteller irreführende Kennzeichnung bezüglich des verwendeten Vanillearomas zu unterstellen. Konkret geht es um die Variante "Ritter Sport Voll-Nuss", die in einem Test als "mangelhaft" beurteilt wurde, weil sie das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei. Ritter Sport hat dies immer zurückgewiesen und sich mit der einstweiligen Verfügung zur Wehr gesetzt. 

Künstlich oder natürlich?
Im Prozess nicht restlos geklärt wurde die Frage, ob das Aroma nun tatsächlich natürlich oder chemisch hergestellt ist. Darauf komme es laut der Vorsitzenden Richterin des Prozesses aber auch nicht an. Entscheidend für das Urteil sei, dass zum Zeitpunkt der Testveröffentlichung nicht bewiesen war, dass das Aroma chemischer Natur sei. Ritter Sport erwartet nun eine offizielle Abschlusserklärung der Stiftung Warentest und kündigt bei Nichterfolgen eine Klage im Hauptsacheverfahren an.

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