Julius Meinl: Umsatz in Russland verzehnfacht
 
Julius Meinl

Umsatz in Russland verzehnfacht

Julius Meinl/Katharina Schiffl
Anton Greiler und Marcel Löffler von Julius Meinl freuen sich über die erfolgreiche Performance in Russland.© Julius Meinl/Katharina Schiffl
Anton Greiler und Marcel Löffler von Julius Meinl freuen sich über die erfolgreiche Performance in Russland.© Julius Meinl/Katharina Schiffl

Kaffeeröster Julius Meinl zieht erfolgreich Bilanz über sein Russland-Geschäft. Seit dem Markteintritt im Jahr 2007 konnte der Umsatz 2017 vor Ort auf 26,6 Millionen verzehnfacht werden. Darüber hinaus hält der Wiener Traditionsbetrieb die Marktführerschaft in der Gastronomie.

Trotz Rubelkrise und Sanktionen verzeichnet Julius Meinl in Russland, dem zweitgrößten Auslandsmarkt des Unternehmens, eine erfreuliche Entwicklung. Mit 26,6 Millionen Euro hat sich der Kaffeeumsatz seit dem Markteintritt im Jahr 2007 verzehnfacht. Überzeugen konnte man mit bester Qualität, Service rund um die Uhr und der Verbundenheit mit der Wiener Kaffeehauskultur. Das Geschäft lief von Beginn an so erfolgreich, dass Julius Meinl bereits im Jahr 2009 eine eigene GmbH vor Ort gründete und mittlerweile die Marktführerschaft in der Gastronomie inne hat.

Spitzengastronomie und Top-Hotellerie im Fokus
Ein Bereich, auf den sich der Kaffeeröster von Anfang an konzentrierte, wie Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Coffee Group, schildert: „Am Anfang stand Moskau. Von dort erfolgte Schritt für Schritt die Markt-Expansion. Ein Konzept, das wir seither beim Eintritt in neue Märkte verfeinert und perfektioniert haben. Rückblickend war Russland Testmarkt für die international erfolgreiche Wachstumsstrategie unseres Unter­nehmens.“ Mittlerweile ist das Team von Julius Meinl Russland unter der Leitung von Geschäftsführer Anton Greiler auf 200 Mitarbeiter angewachsen. Eigene Büros gibt es in Moskau, Yaroslavl,  St. Petersburg, Rostov am Don, Krasnodar/Sochi, Ekaterinenburg, Novosibirsk, Irkutsk und Murmansk. 

Auch Tee auf der Agenda
Obwohl sich der heimische Kaffeeröster in Russland hauptsächlich auf das Thema Kaffee konzentriert - international belegt Russland den Kaffeekonsum betreffend bereits den fünften Platz - erweist sich auch das Teegeschäft als sehr erfolgreich. Greiler dazu: „Dazu muss man wissen, dass Tee seit Jahrhunderten das traditionelle Getränk in Russland ist. Heute wird in 95 Prozent der Haushalte Tee getrunken. Durchschnittlich trinken die Russen zwei Tassen Tee pro Tag. Sie bevorzugen Blatttees und pflegen die Teekultur auch zu Hause. Daher besonders erfreulich, dass 80 Prozent unserer Kunden auch auf unsere Tee-Spezialitäten setzen. Hohe Qualität ist auch hier Erfolgsfaktor Nummer 1.“

Krisen als Chance
Dabei hatte es Julius Meinl in Russland alles andere als leicht. Der Rubelverfall, die Ukrainekrise und politische Sanktionen stellten das Unternehmen immer wieder vor große Herausforderungen. „Im Zuge der andauernden Rubelabwertung haben wir als erster Anbieter schon sehr früh unsere Preise auf Euro umgestellt. Eine schwierige Entscheidung, der Ausgang war nicht vorhersehbar, die Maßnahme notwendig. Die Kunden sind unserer Marke treu geblieben. Für uns eine Bestätigung der kompromisslosen Qualitäts- und Serviceorientierung“, erklärt Löffler und meint weiter: „Russland ist für uns nicht nur Paradebeispiel, wie wir Märkte Schritt für Schritt entwickeln, sondern auch wie man aus Krisensituation gestärkt hervorgehen kann. Dafür braucht es jedenfalls eine starke Marke, auf die sich Kunden immer verlassen können. Emotionen, die verbinden und Fakten, die für die Marke sprechen.“   
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