Unilever: Unilever steigt ins Rasierer-Geschä...
 
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Unilever steigt ins Rasierer-Geschäft ein

Dollar shave club
In den USA werden berits 10 Prozent der Rasierer online verkauft. © Dollar shave club
In den USA werden berits 10 Prozent der Rasierer online verkauft. © Dollar shave club

Der Konsumgüterkonzern Unilever hat für rund 1 Mrd. US-Dollar das Start-Up Dollar Shave Club erworben und steigt damit ins Rasierer Geschäft ein.

Der Kaufpreis soll informierten Kreisen zufolge rund 1 Mrd. US-Dollar in bar betragen. Dollar Shave Club beliefert seine Kunden im Rahmen eines Abos für 1 Dollar pro Monat mit Einwegrasierern und neuerdings auch mit Pflegeprodukten. Aktuell hat das kalifornische Unternehmen nach eigenen Angaben 3,2 Mio. Kunden. Dollar Shave Club setzte 2015 einen Umsatz von rund 152 Mio. Dollar um. Für dieses Jahr werden 200 Mio. US-Dollar angepeilt. Das 2011 gegründete Start-Up schreibt aktuell noch rote Zahlen, soll aber laut Euromonitor bereits einen Marktanteil von 5 Prozent haben. 

Mit der Übernahme gelingt Unilever der Einstieg in den vom US-Wettbewerber Procter & Gamble mit seiner Marke Gillette dominierten Rasierermarkt. Gilette hat in Nordamerika aktuell 59 Prozent Marktanteil. Zuletzt soll sich laut Informationen der LZ Unilever auch den Wilkinson-Hersteller Edgewell als Übernahmekandidaten angeschaut haben. Das Direktkundengeschäftsmodell gebe Unilever "einzigartige Einblicke in Verbraucherdaten", sagte Kees Kruythoff, President von Unilever North America zur Transaktionen.

Das Geschäft mit Rasierern gilt als besonders margenstark. Insgesamt ist der Bereich Männerkosmetik derzeit im Fokus vieler Hersteller, da ihm Wachstumspotential zugeschrieben wird. Unilever ist mit seinen Marken Axe bereits im wachsenden Markt der Männerkosmetik aktiv und will diesen Bereich weiter ausbauen. Auch die Wettbewerber Procter & Gamble und Beiersdorf wollen mit Männerkosmetik kräftig wachsen.
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