Unilever: Unilever strukturiert Geschäftsfeld...
 
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Unilever strukturiert Geschäftsfelder um

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Unilever sucht einen neuen Hafen und muss sich zwischen Rotterdam und London entscheiden. © Unilever
Unilever sucht einen neuen Hafen und muss sich zwischen Rotterdam und London entscheiden. © Unilever

Der Konsumgüterkonzern Unilever gibt erste Pläne seiner angekündigten Umbaupläne bekannt: Die Margarinesparte soll verkauft und Strukturen verschlankt werden.

Der Konzern will die bisher separat geführten Sparten mit Lebensmitteln und Erfrischungen verschmelzen. So soll die Struktur verschlankt werden, um Synergien zu heben und schneller am Markt agieren zu können. Das Brotaufstrich-Geschäft solle, wie bereits im Vorfeld spekuliert, möglichst verkauft oder zumindest künftig eigenständig geführt werden. Zudem stehe der doppelte Firmensitz in London und Rotterdam aufgrund der unnötigen Komplexität auf dem Prüfstand, heißt es weiter. Bis Ende des Jahres solle darüber entscheiden werden, ob der künftige Sitz in der EU oder in London sein werde, so das Unternehmen. 

Unilever plant durch die Sparmaßnahmen in den kommenden Jahren zwei Milliarden Euro zusätzlich einzusparen und bis zum Jahr 2020 seine Profitabilität deutlich nach oben zu schrauben. Die Messlatte wird dabei hoch angesetzt: Statt wie derzeit 16,4 Prozent sollen künftig 20 Prozent vom Umsatz als operativer Gewinn übrig bleiben. Die Kosten der Restrukturierung werden vom Konzern mit rund 3,5 Mrd. Euro beziffert. 

In diesem Jahr will Unilever beim Umsatz um 3 bis 5 Prozent zulegen. Den Aktionären verspricht das Unternehmen eine Dividendenerhöhung von mindestens 12 Prozent. Zudem kündigt der Konzern einen Aktienrückkauf in Höhe von 5 Mrd. Euro für 2017 an. Im vergangenen Jahr enttäuschte das Unternehmen die Investoren: Der Konzernumsatz verminderte sich um 1 Prozent auf 52,7 Mrd. Euro. Auch die aktuellen Sparmaßnahmen lösen keine Euphorie bei den Aktionären aus: Der Börsenkurs tendierte im Laufe des Tages sogar ins Minus.
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