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Verein Soja aus Österreich

Österreichs Bauern steigern Bio-Sojafläche

jcesar2015 - Pixabay

Wie die AMA in ihrer jüngsten Flächenauswertung über den heurigen Anbau berichtet, überholt Soja flächenmäßig erstmals Mais und ist nun zur zweitwichtigsten Ackerkultur geworden.

Die aktuelle AMA-Flächenauswertung zeigt die überragende Position der heimischen Biobauern. Zum neunten Mal in Folge wurde der Anbau von Bio-Sojabohnen gesteigert. Heuer stehen mit 26.449 Hektar um exakt 2.008 Hektar oder 8 Prozent mehr auf den Feldern als im Vorjahr. Die Sojabohne hat damit heuer bei biologisch wirtschaftenden Betrieben den Mais überholt und ist nach Weizen zur zweitwichtigste Ackerkultur geworden. Sojabohnen können den Stickstoff aus der Luft als Dünger nutzen, das kommt der Kultivierung im Biolandbau besonders zugute. Der Bioanteil an der Gesamtfläche von Sojabohnen macht nun in Österreich knapp 40 Prozent aus, das ist europaweit einzigartig.

Stabile Gesamtfläche

Insgesamt konnte in Österreich die Fläche von Sojabohnen mit 68.414 Hektar ihre Position halten und sich klar von anderen Eiweißkulturen wie Ackerbohne (5.765 Hektar) oder Körnererbse (5.014 Hektar) abheben. „Der Grund für diese positive Entwicklung“, erklärt Karl Fischer, Obmann des Vereins Soja aus Österreich, „ist die relative Vorzüglichkeit dieser Pflanze. Die Sojabohne weist mit rund 40 Prozent den höchsten Proteingehalt von allen Eiweißpflanzen auf und liefert den Bauern verlässliche Erträge“. Dies liegt zum einen an den erfolgreichen Aktivitäten der heimischen Pflanzenzüchter, die Jahr für Jahr auf attraktive Sortenentwicklungen verweisen können. Zum anderen liegt es an der Kultur selbst, die mit den herausfordernden Bedingungen des Klimawandels deutlich besser zurechtkommt als Konkurrenzfrüchte. „Letztendlich entscheidend ist aber die zunehmende Nachfrage nach gentechnikfreien Sojabohnen in der Lebensmittelherstellung, sowohl in Österreich als auch im Export. Dieser Markt wächst stetig, erst recht nach Corona“, so Fischer.
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