VÖM: Exportschlager MoPro
 
VÖM

Exportschlager MoPro

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Die österreichische Milchwirtschaft zieht eine erfreuliche Bilanz über den milchwirtschaftlichen Außenhandel des abgelaufenen Jahres.

"Österreichische Qualität ist auch im Ausland gefragt. Der Export von Milchprodukten hat zu einem wesentlichen Ausmaß zur Stabilisierung des österreichischen Milchmarktes beigetragen, besonders Bioprodukte und andere hochwertige, fertig verarbeitete Milchprodukte", erklärte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter, Helmut Petschar, zu den nun vorliegenden Außenhandelszahlen der Statistik Austria für die ersten drei Quartale des vergangenen Jahres. "Die Qualitätsstrategie der heimischen Milchwirtschaft findet damit auch auf Exportmärkten Anklang, auch wenn damit aufgrund der höheren Aufwendungen etwas höhere Preise verbunden sind."

Die Exporte konnten in den ersten drei Quartalen 2021 um drei Prozent auf 1,012 Milliarden Euro gesteigert werden, während die Importe mit 617 Millionen Euro um zwei Prozent zurückgingen. Auffallend war dabei, dass in den Lockdown Zeiten, in denen die Gastronomie und der Tourismus geschlossen hatten, überdurchschnittliche Rückgänge bei den Importen zu verzeichnen waren. Erklärung der VÖM: Hier wird verstärkt günstige Importware im Preiseinstiegsbereich ohne besondere Qualitätsansprüche eingesetzt.

Wichtigster Exportmarkt ist und bleibt Deutschland mit über 50 Prozent des Volumens, gefolgt von Italien und China. Insgesamt wurde eine Exportquote von 45 Prozent erreicht. Die stärkste Kategorie ist dabei der Käse, der mehr als die Hälfte des Exportvolumens ausmacht. Nummer 2 ist die Butter. Fast jeder zweite Liter Milch aus Österreich wird exportiert, laut der Vereinigung werden zwei Drittel davon aufgrund der hohen Importe an Milchprodukten verkauft. Daher meint Petschar: "Die rasche Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung ist daher wichtiger denn je."

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