VÖM: Petschar fordert Ende der "aggressiven A...
 
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Petschar fordert Ende der "aggressiven Aktionspolitik"

Markus Wache

Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) und Geschäftsführer der Kärntnermilch, rückt einmal mehr die Wichtigkeit der heimischen Milchindustrie in den Vordergrund und appelliert an den LEH, während der Coronakrise von Aktionen insbesondere bei Milchprodukten aus dem Ausland abzusehen.

„Die letzten Wochen haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die gesicherte Versorgung mit hochqualitativen Lebensmitteln ist und wie bravourös unsere Bauern und Verarbeitungsbetriebe zusammen mit dem Lebensmittelhandel die Versorgungssicherheit in Krisensituationen sicherstellen konnten. Dafür gebührt allen Dank, allen voran den Landwirten und den Mitarbeitern in den Verarbeitungsbetrieben und im Lebensmittelhandel. Die Sicherstellung einer möglichst umfassenden Versorgung mit heimischen Lebensmitteln erfordert aber gerade jetzt und für die Zukunft eine ehrliche Partnerschaft und respektvollen Umgang aller Beteiligten, denn nur so können wir die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln auch in Zukunft sicherstellen. Jeder muss seinen Platz in der Wertschöpfungskette haben, die Bauern, die regionalen Produzenten und der Lebensmittelhandel“, sagt Petschar. 

Er erwartet sich daher vom heimischen Lebensmittelhandel, „dass aggressive Aktionspolitik speziell bei importierten Milch- und Käseprodukten nicht mehr stattfindet". Denn damit würde der Absatz heimischer Produkte, sowie die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich vernichtet und Preisdruck erzeugt, ebenfalls würden gewohnte heimische Standards, die heimischen Lieferanten abverlangt werden, links liegen gelassen, heißt es in einer Aussendung der VÖM. „Da helfen dann auch die vielen Inserate nicht, mit denen sich dieselben Handelsketten als nationale Versorger der Bevölkerung darstellen, wir brauchen auch zukünftig die heimischen Bäuerinnen und Bauern und regionalen Molkereien“, ergänzt der VÖM-Präsident. Er appelliert in diesem Zusammenhang auch an die Konsumenten bei ihren täglichen Einkäufen die heimische Qualitätsproduktion zu stärken. „Nur eine gesicherte Eigenversorgung schafft im Fall des Falles wirkliche Versorgungssicherheit, aber auch Sicherheit für höchste, streng geprüfte Qualität“, so Petschar.
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