Tchibo: WE Programm für bessere Arbeitsbeding...
 
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WE Programm für bessere Arbeitsbedingungen

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Das von Tchibo in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) entwickelte Dialog- und Trainingsprogramm WE (Worldwide Enhancement Social Quality) hat die Arbeitsbedingungen und Löhne der Mitarbeiter der strategischen Lieferanten von Tchibo-Produkten verbessert.

"Wir setzen an einer der wesentlichen Ursachen für Missstände in den Betrieben an: An der schwierigen Beziehung zwischen den Beschäftigten und ihren Vorgesetzten vor Ort", so Nanda Bergstein, Leiterin des Geschäftsbereichs Lieferantenbeziehungen & Nachhaltigkeit Non Food bei Tchibo. Die Deutschinderin stellte fest, dass Kontrollen in den Produktionsstätten die vorherrschende Situation nicht verbessern und war maßgeblich an der Integration des Dialog- und Trainingsprogramms in die Einkaufs- und Qualitätsprozesse bei Tchibo beteiligt. Bergstein: "Die Fabrikmanager fühlten sich bevormundet und waren nicht bereit zu kooperieren. Wir haben uns damals gefragt, was wir anders machen können, damit die Fabriken aus eigenem Antrieb Verbesserungen einführen. Wir kamen zu dem Schluss, dass das nur über einen kontinuierlichen und offenen Dialog zwischen Beschäftigten und Management geht."

Lokale Trainer schulen Betriebe
Um diesen bestmöglich führen zu können, hat Tchibo in den neun WE Ländern Bangladesch, China, Indien, Kambodscha, Laos, Vietnam, Äthiopien, Thailand und der Türkei einen Pool von 40 Trainern aus den jeweiligen Ländern und Kulturkreisen zusammengestellt, die nach einer intensiven Schulung Fachwissen vermittelt und in Workshops den Dialog zwischen Managern und Beschäftigten gefördert haben. Im Fokus des Programms steht, die Sozialstandards in den Produktionsstätten internationaler Handelsunternehmen auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu etablieren und deren Einhaltung sicherzustellen. Schwerpunkte setzt WE u.a. in den Bereichen Arbeitszeiten, Löhne und innerbetriebliche Kooperation zwischen Managern und Beschäftigten.

Dialog zeigt Wirkung
Dass das Programm erste Früchte trägt, zeigt sich u.a. daran, dass bereits 320 Produktionsstätten darin integriert sind. Sie produzieren 75 Prozent aller Tchibo Non Food-Produkte. Außerdem wurden die Löhne und Zusatzzahlungen in vielen Fabriken erhöht und auch Arbeitnehmervertretungen haben sich etabliert. Weitere Erfolge sind eine höhere Rückkehrquote der Beschäftigten nach den großen Betriebsferien sowie zusätzliche Sozialleistungen wie Unterkünfte, Kantinenessen und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.
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