Österreich Wein: Weinexporterlöse trotz knapp...
 
Österreich Wein

Weinexporterlöse trotz knapper Vorräte weiter gestiegen

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Die österreichische Weinwirtschaft konnte die Exportmenge im abgelaufenen Jahr trotz knapper Vorräte halten und die Erlöse dank Marktanteilszugewinnen in höheren Preisklassen sogar noch weiter steigern.

 Die vorläufigen Zahlen der Statistik Austria (I-IX 2012) und Hochrechnungen der ÖWM (auf Basis X-XII 2011) gehen für das Jahr 2012 von einer Gesamtexportmenge von 46 Millionen Liter zu einem Gesamtexporterlös von 128,5 Millionen Euro aus. Markant ist auch der weiterhin niedrige Anteil der Fassweine mit nur noch acht Millionen Liter. Damit konnten die heimischen Winzer den Durchschnittspreis aller Exporte auf 2,79 Euro je Liter erhöhen.

Strategiewandel mit Fokus auf Qualität



Sowohl im Inland, als auch im Hauptexportmarkt Deutschland zeichnet sich allerdings ab, dass Österreichs Wein im untersten Preissegment an Marktanteilen verliert, während in höheren Segmenten starke Zuwächse erzielt werden. Verkaufspreise unter 2 Euro je Flasche sind für österreichische Weine selten geworden. Verantwortlich dafür ist besonders, dass die Qualität österreichischer Weine in den so wichtigen Preis-Leistungs-Kategorien zwischen 3 und 6 Euro je Flasche  markant gestiegen ist.

Während die Preiseinstiegssegmente zunehmend von Weinen anderer Herkünfte (vorwiegend Italien und Spanien, jedoch auch EU-Verschnitte) abgedeckt werden,  greifen die Konsumenten im Inland auf breiter Front zu höheren Preisklassen und besseren Qualitäten. Erstmals gibt es für Österreichs Wein in diesen Kategorien nun auch in Deutschland wieder Zuwächse, selbst unter Berücksichtigung von Reexporten ausländischer Weine aus Österreich durch österreichische Weinhändler, die zwischen vier bis neun Millionen Liter ausmachen können.

ÖWM Geschäftsführer Willi Klinger kommentiert die Situation wie folgt: „Österreichischer Wein ist nicht mehr zum Billigtarif verfügbar. Aber unsere Winzer haben die Konsumenten im In- und Ausland überzeugen können, dass ihre Qualitätsweine einen fairen Preis verdienen. Für die Zukunft des Weinbaus in unserem Land ist dies aufgrund der hiesigen Kostenstruktur lebenswichtig.“

EU, Schweiz und USA weiterhin wichtigste Handelspartner



Wichtigster Exportraum für den heimischen Wein sind die Länder der EU, in die mit 40 Millionen Liter knapp 90 Prozent des gesamten österreichischen Weinexportes geliefert werden. Deutschland ist nach wie vor Österreichs größtes Weinimportland mit ca. 60 Prozent aller Exporterlöse, doch dahinter formieren sich weitere wichtige Abnehmer hochwertiger Qualitätsweine. Platz zwei belegt traditionell die Schweiz mit erneut leichtem Wachstum und einem Durchschnittspreis von über sechs Euro je Liter. Besonders erfreulich sind die Zuwächse beim Drittplatzierten USA (über 10 Prozent Menge, Durchschnittspreis über vier Euro je Liter), wo 2012 erstmals wieder die Umsatzniveaus der Jahre vor der Wirtschaftskrise von 2008/2009 erreicht werden konnten. Weitere Steigerungen gab es unter anderem in den Niederlanden, Belgien, Norwegen, Finnland und Italien. Bei den neuen Fernmärkten konnten vor allem Japan und China punkten.

© Grafiken: Österreich Wein
Grafiken: Österreich Wein
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