Weltmilchtag: Milch ist in aller Munde
 
Weltmilchtag

Milch ist in aller Munde

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Heute, 1. Juni, ist Weltmilchtag. 

Die Vertreter der MoPro-Branche werden nicht müde, die Wichtigkeit von Milch und Milchprodukten für unsere Ernährung und die österreichische Landwirtschaft zu betonen. Am heutigen Weltmilchtag können sie das umso lauter machen. "Milch ist ein sehr hochwertiges Lebensmittel und Milch aus Österreich erfüllt höchste Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards, die sie zu etwas ganz Besonderem machen. Zudem - das hat sich in der aktuellen Krisensituation gezeigt - ist die Milchwirtschaft eine verlässliche Säule der Ernährungssicherheit in Österreich", erklärt der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Helmut Petschar. Ihm zufolge muss es ein zentraler, strategischer Ansatz sein, die Versorgung Österreichs mit "hochwertigen Milchprodukten als wichtige Ernährungsbasis abzusichern". Dazu bedarf es selbstredend auch einer funktionierenden Lebensmittelkette mit einer fairen Verteilung der Wertschöpfung, so Petschar.

Der VÖM-Präsident und Kärntnermilch-Geschäftsführer ruft zudem in Erinnerung, dass die Milchwirtschaft "die agrarische Schlüsselbranche für die Berggebiete" ist. Im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz ist der Milchstaat Österreich zudem europäischer Vorreiter - Stichwort Gentechnikfreiheit, hoher Bioanteil sowie hohe Tierwohl- und Fütterungsstandards oder Verzicht auf Soja aus Übersee und auf Palmöl in der Fütterung. Petschar zufolge baut die heimische Milchwirtschaft dieser Strategien auch immer weiter aus. Und man erwarte sich daher eine Abgeltung der erhöhten Aufwendungen durch den Lebensmittelhandel, "damit die Milchbauern ein gerechtes Einkommen erreichen, gleichfalls eine politische Unterstützung dieses Weges durch die kommende Agrarpolitik", fordert er.

Entwicklung Molkereiprodukte in Österreich

Der MoPro-Gesamtumsatz stieg im Vorjahr laut RollAMA um knapp zwölf Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. Das Absatzplus betrug rund neun Prozent auf 644.000 Tonnen, die im LEH, Fachhandel und über Direktvermarktung verkauft wurden. Zu den gefragtesten Milchprodukten und damit Gewinnern der Coronakrise gehörte mengenmäßig ESL-Schlagobers (+ 31,1 %), gefolgt von Creme Fraiche (+ 30,1 %) und Sauerrahm (+ 18,1 %). Der Umsatz von Heumilch-Produkten stieg um neun Prozent auf rund 154,8 Millionen Euro an.
Und auch der Wachstumskurs von ESL-Milch setzte sich weiter fort: Während sich Frischmilch mit einem Umsatzminus von 2,1 Prozent rückläufig entwickelte, legten ESL-Varianten um 17,4 Prozent zu, Haltbarmilch wuchs sogar um 26 Prozent.

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