FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektroni...
 
FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Wirtschaftliche Lage ist stabil

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Brigitte Ederer (Obfrau des FFEI), Dr. Lothar Roitner (GF des FEEI) blicken positiv in die Zukunft.®FEEI
Brigitte Ederer (Obfrau des FFEI), Dr. Lothar Roitner (GF des FEEI) blicken positiv in die Zukunft.®FEEI

Die aktuelle Lage der Elektro- und Elektronikindustrie zeigt sich im ersten Quartal 2010 stabil, wie Brigitte Ederer, seit Mitte Mai neue Obfrau des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie betont: "Die Gewitterwolken verziehen sich langsam". Weiter meint sie aber: "Allerdings hat das Jahr 2009 mit einem nominellen Produktionsrückgang von minus 15,5 Prozent auf 10,86 Mrd. Euro Spuren hinterlassen."
Grund dafür ist laut Ederer die weltweite Wirtschaftskrise, die nahezu allen Sparten der Elektro- und Elektronikindustrie Auftragseinbrüche beschert hat.

Vor allem die Exporte sind 2009 um 20,7 Prozent zurückgegangen. Auch auf Seiten der Beschäftigten musste gekürzt werden, erfreulicherweise liegt der Rückgang angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes aber hier "nur" bei einem Minus von 5,6 Prozent.

2010 sieht die Situation aber schon wieder etwas besser aus, wie sich bereits im letzten Quartal 2009 abzeichnete. Im Vergleich mit dem vierten Quartal 2008 stiegen die Auftragseingänge aus dem Ausland um 16 Prozent. 2010 setzt sich dieser Trend fort, denn die Exporte verzeichneten im ersten Quartal ein Plus von 5,8 Prozent und die Auftragseingänge wuchsen auf plus 21 Prozent an. Ebenso erfreulich ist die Beschäftigungssituation, die sich stabil zeigt.
Im Detail bedeutet das, dass die Sparte Bauelemente im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 95,3 Prozent zulegen konnte und die Exporte 30 Prozent im Plus liegen. Ebenfalls positiv präsentiert sich der Bereich Verteilungs- und Schalteinrichtungen mit wachsenden Aufträgen um 42,5 Prozent und guter Nachfrage aus dem Ausland (+12,3 %). Die mit ihrem Anteil von 22,4 Prozent am Gesamtproduktionswert größte Sparte Motoren, Generatoren, Transformatoren hinkt allerdings in der Entwicklung noch hinterher. Hier liegt das Plus bei Auftragseingängen bei 3,1 Prozent und die Exporte sanken um minus 2,5 Prozent.

Um das - wenn auch nur geringe - geplante Wachstum der Branche für 2010 zu erreichen, setzt Ederer auf die Forcierung neuer Technologiefelder wie beispielsweise intelligente Energienetze. Ederer: Die steigende Ressourcennachfrage, der Klimawandel und damit verbundene Einsparungs- und Effizienzvorgaben stellen an das Energiesystem von morgen neue Anforderungen. Durch intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, kann einerseits die Energieversorgung verbessert, die Effizienz gesteigert und die Einbeziehung von alternativen Energiequellen forciert werden. Andererseits sichern wir uns dadurch im Inland Wertschöpfung und Arbeitsplätze."

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen von 288 Unternehmen mit mehr als 57.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 10,86 Milliarden Euro (Stand 2009). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, das Forum Mobilkommunikation (FMK), das UFH, das Umweltforum Starterbatterien (UFS), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie (bahnindustrie.at) – ist es das oberstes Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.



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