WKO/AK/Greenpeace: Mehrkosten durch Mehrweg
 
WKO/AK/Greenpeace

Mehrkosten durch Mehrweg

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Die WKO warnt vor einer kostspieligen Teillösung bei einer Mehrweg-Quote am Getränkemarkt.

In den kommenden fünf Jahren muss Österreich die Plastiksammel-Quote von aktuell 25 Prozent auf 50 Prozent verdoppeln, um die EU-Ziele zu erreichen. Ein von vielen Seiten vorgeschlagener Weg, um dies zu erreichen, ist die Förderung von Mehrweg-Gebinden im Getränkesektor. Die Arbeiterkammer und Greenpeace etwa unterstützen dieses Vorgehen. Kritisch sieht die WKO hingegen eine Verpflichtung der Hersteller zu einer Mehrweg-Quote. Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, kritisiert etwa, dass die entstehenden Kosten zwangsläufig von den Kunden getragen werden müssten.

Dabei stößt Glas-Mehrweg bereits auf viel Akzeptanz, in den vergangenen Jahren steigt der gekaufte Anteil an Gebinden dieser Art. "Das zeigt, dass die Haushalte ihre Konsumentscheidungen bewusst treffen und keiner Lenkungsmaßnahmen bedürfen. Beim Recycling von Getränkeverpackungen ist Österreich Europameister. Wir werden es noch einmal ausbauen, um den Österreicherinnen und Österreichern das beste und komfortabelste Sammelsystem zur Verfügung zu stellen. Vergleicht man heute, nach enormen Optimierungserfolgen, Einweg- und Mehrweggebinde, so zeigen Ökobilanzen keine signifikanten Unterschiede mehr", so Schwarzer.
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