Reclay Österreich: Zurückzahlung von ARA-Über...
 
Reclay Österreich

Zurückzahlung von ARA-Überschüssen noch 2014 gefordert

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Christian Keri, Geschäftsführer Reclay Österreich. ©Reclay
Christian Keri, Geschäftsführer Reclay Österreich. ©Reclay

Weil ein fairer Markteintritt aller Systeme im Zuge der bevorstehenden Marktliberalisierung 2015 sonst behindert würde, will der Mitbewerber Reclay noch heuer die Zurückzahlung von Überschüssen des bisherigen Quasi-Monopolisten ARA.

Reclay Österreich, Tochter der international tätigen Reclay Group mit Hauptsitz in Deutschland, verschärft die Tonart. Mit der Marktliberalisierung soll ab 2015 auch bei der Sammlung und Verwertung von Haushaltsverpackungen mehr Wettbewerb in Österreich Einzug halten. Die Pläne der Altstoff Recycling Austria (ARA) AG, Überschüsse aus den Vorjahren über zukünftige Tarifreduzierungen zurückzuzahlen, stünden dazu jedoch im Widerspruch, glaubt Reclay-Österreich-Geschäftsführer Dr. Christian Keri.

"Die Tarife ab 2015 dürfen daher nicht durch Gewinne, die in den Vorjahren aus der Monopoltätigkeit entstanden sind, quersubventioniert werden", teilt er in einer Aussendung mit. Zum heutigen Zeitpunkt stünden der ARA aus diesen sogenannten "ungeplanten Überschüssen" über 70 Mio. Euro zur Verfügung. "In den letzten Monaten hat das Unternehmen den Systemteilnehmern immer wieder versprochen, zu viel einbezahlte Entgelte über zukünftige Tarifreduzierungen zurückzuzahlen. Mit der Öffnung des Marktes 2015 wird dies aber nicht mehr möglich sein. Wir stellen uns daher die Frage, wofür die ARA das Geld tatsächlich verwenden möchte", so Keri. Halte die ARA an ihren Plänen fest, hätte das einen erheblichen Missstand zur Folge. Keri fürchtet, dass all jene Unternehmen, die den Systemanbieter wechseln, ihr Geld nicht zurückerhalten würden. Dies widerspräche der Intention des Gesetzgebers, einen freien und fairen Markt mit gleichen Eintrittsvoraussetzungen für alle Systeme zu schaffen. Es sei deshalb unumgänglich, dass die ARA die Gelder noch in diesem Jahr ausbezahle, sonst könne man weder von einer richtigen Marktliberalisierung sprechen, noch die ARA weiterhin als Non-Profit-Unternehmen bezeichnen.
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