FCIO/Coronavirus: Hygiene hat Vorrang
 
FCIO/Coronavirus

Hygiene hat Vorrang

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Es darf wieder Plastik sein: Durch Corona liegt den Konsumenten die Lebensmittelsicherheit wieder mehr am Herzen.
Es darf wieder Plastik sein: Durch Corona liegt den Konsumenten die Lebensmittelsicherheit wieder mehr am Herzen.

Eine Studie des Fachverbandes der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) zeigt, dass durch Corona die Ansprüche an hygienische Lebensmittelverpackungen gestiegen sind.

Über 500 Österreicher zwischen 14 und 75 Jahren wurden im Auftrag des FCIO gefragt, worauf sie bei der Verpackung von Lebensmitteln achten. Für 45,5 Prozent ist die Hygiene ein wichtiger Faktor und Kunststoff gilt in diesem Zusammenhang als der sicherste Werkstoff für den Schutz der Lebensmittel. Vor Corona war es weniger als ein Drittel (29,9 Prozent).

Auch die strikte Ablehnung von Kunststoffverpackungen ist durch die Pandemie deutlich gesunken: Anfang des Jahres vermieden noch 27,6 Prozent der Kunden diese Art von Verpackungen, nun sind es nur noch 20,8 Prozent. Das kommentiert Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des FCIO so: "Wenn es um die Gesundheit und das Wohlergehen der Familie geht, dann bevorzugen die Menschen verstärkt sichere Verpackungen aus Kunststoff, die durch ihre Materialeigenschaften hygienische, keimfreie Lebensmittel garantieren."

Schutz in vielen Bereichen

Ein Image-Plus hat Kunststoff nicht nur im Lebensmittel-Bereich erhalten, so sehen 30 Prozent der Befragten Hygieneprodukte aus Polymeren wie etwa Masken deutlich positiver als noch vor Corona. Kunststoffbehälter für Desinfektionsmittel bewerten mehr als 20 Prozent besser als früher. Dazu Hofinger: "Im Gesundheitsbereich können wir eine deutliche Verbesserung bei der Einstellung gegenüber Kunststoffprodukten sehen. Dort wo die Menschen nach Möglichkeiten suchen, sich vor Krankheiten wie dem Corona-Virus zu schützen, steigt auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Kunststoffprodukten."

Bei all der Zustimmung hält der FCIO im Rahmen der Umfrageergebnisse jedoch fest: Kunststoffabfälle haben in der Umwelt nichts verloren. Hofinger spricht sich deutlich für die Kunststoffkreislaufwirtschaft aus: "Im Kreislauf geführt sind Kunststoffe eine Win-win-Situation – sie bieten sowohl für die Konsumenten als auch für die Umwelt in vielen Anwendungen die beste Lösung."
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