GfK Austria: Jeder zweite Europäer sorgt sich...
 
GfK Austria

Jeder zweite Europäer sorgt sich um Plastikmüll

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Ländervergleich zum Thema Plastikmüll
Ländervergleich zum Thema Plastikmüll

GfK hat in Zusammenarbeit mit Europanel und Kantar in 25 Ländern eine Studie durchgeführt, die die Meinung der europäischen Verbraucher zum Thema Plastikmüll erhoben hat.

Immer wieder hat cash.at davon berichtet, dass sich hierzulande sowohl in Handel als auch in der Industrie im Bereich der Verpackungen respektive der Plastikverpackungen einiges tut. Man hat in der Branche erkannt, dass das ein Thema ist, das die Menschen beschäftigt. Denn wenn es um die Umwelt geht, zählen mehr als 53 Prozent der europäischen Verbraucher das Thema Plastikmüll zu ihren drei größten Sorgen – gefolgt vom Klimawandel (44 Prozent). Bei insgesamt 23 Prozent der Befragten landet das Thema Plastikmüll sogar auf Platz 1, weltweit ist das bei 15 Prozent der Fall. Am meisten sorgen sich Verbraucher in Deutschland, der Slowakei und den Niederlanden um dieses Thema. In den einzelnen Ländern ergeben sich jedoch große Unterschiede zwischen Reden und Handeln. Das sind Ergebnisse einer aktuellen GfK-Studie, die in Zusammenarbeit mit Europanel und Kantar in 25 Ländern durchgeführt wurde.

Befragte in Europa geben sich laut dieser Studie bereits große Mühe, Plastik zu vermeiden. Für den gesamten Lebensmitteleinkauf werden beispielsweise eigene Taschen verwendet (88 Prozent) und zuhause wird mit wiederverwendbaren Reinigungsutensilien und -tüchern geputzt (84 Prozent). Rund 81 Prozent der Verbraucher geben an, Plastikteller und andere Kunststoffutensilien von ihren Partys verbannt zu haben oder für unterwegs wiederauffüllbare Flaschen zu verwenden (81 Prozent). Der Studie zufolge kann man die derart Befragten in vier Segmente einteilen und auf dieser Grundlage ihr Kaufverhalten untersuchen: Von „Dismissers“ (machen nicht viel, um Plastikabfall zu vermeiden) über „Considerers“ und „Believers“ hin zu „Actives“ (machen viel, um Plastikabfall zu vermeiden). In Deutschland und Österreich fallen beispielsweise rund ein Drittel der Haushalte in die Gruppe der „Actives“. In den Niederlanden sind das hingegen 15 und in Russland 6 Prozent.

Die Benennung dieser Gruppen kommt nicht von ungefähr, geht es doch darum, die Menschen zu aktivieren. Diese sehen allerding auch und vor allem die Hersteller in der Pflicht. Man erwartet sich von ihnen Maßnahmen zur Lösung der Plastikmüllproblematik. An zweiter Stelle stehen die Regierungen. Den Handel oder sich selbst sehen Befragte, wenn überhaupt, nur teilweise in der Pflicht. Die größte Verantwortung wird Herstellern in Schweden, der Tschechischen Republik und den Niederlanden zugeschrieben, über die Hälfte der Verbraucher sieht das dort so.
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