Marketagent: Plastik hat ein Image-Problem
 
Marketagent

Plastik hat ein Image-Problem

photka - stock.adobe.com

Laut einer Studie von Marketagent wünschen sich viele Österreicher, auf Plastik verzichten zu können - zumal es täglich verwendet wird. Für Produkte ohne Mikroplastik scheint ein kleiner Aufpreis sogar verkraftbar zu sein.

Die Umfrage (n=500) zeigt, dass Plastik für 90 Prozent der Österreicher nicht sympathisch ist. Besonders Mikroplastik ist hierbei ein Faktor, der 8 von 10 Personen beunruhigt. Bewusstseinsbildend ist hierbei die Kosmetik-Branche, denn über 30 Prozent ist der Begriff "Mikroplastik" erstmals beim Kauf von Pflegeprodukten aufgefallen. Einen Aufpreis für mikroplastikfreie Produkte zu bezahlen, wären 61 Prozent gewillt. Ganze 29,2 Prozent der Befragen wären bereit, zwischen 6 und 10 Prozent extra auszugeben.


Als wichtigste Maßnahmen gegen Mikroplastik werden die Vermeidung von Plastiksackerln (60,4 %), Plastikgebinden (57,4 %) und in Plastik verpackte Lebensmittel (55,8 %), sowie die genauere Mülltrennung (54,2 %) und die Vermeidung von Alltagsgegenständen in Plastikverpackungen (53,2 %) genannt.

Ganze 63,8 Prozent der Befragten versuchen, Plastik im Alltag zu vermeiden, wobei das weniger als ein Viertel (23 %) einfach finden. Der deutliche Grund für die Aversion: Lediglich 4,6 Prozent finden Plastik umweltverträglich. Zum Vergleich liegen Glas hier bei 58 und Aluminium bei 18 Prozent. Als "innovativ" wird Plastik nur von 17 Prozent wahrgenommen. Glas schneidet hier mit über 62 Prozent ab, Alu wiederum mit etwas mehr als 33 Prozent. Über 77 Prozent wünschen sich daher Alternativen zu Plastik. 

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