Schlumberger: Sekttrend trotz Krise
 
Philipp Lipiarski

Der Schlumberger Sektreport 2020 zeigt, dass das leicht verstaubte Image von Schaumwein in der jüngeren Zielgruppe weicht und sich der prickelnde Genuss einer wachsenden Beliebtheit bei den 18 bis 24-Jährigen erfreut.

Aktuell bangt die heimische Sektbranche noch um das für gewöhnlich so starke Weihnachts- und Silvestergeschäft. Geschlossene Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe, der Ausfall der Ballsaison sowie diverser Kulturveranstaltungen und privater Feste geben dem Schaumweinkonsum einen Dämpfer. Dennoch nimmt die Beliebtheit in Österreich von Sekt und Co. zu. Neun von zehn Personen ab 18 Jahren trinken gerne Sekt - das geht aus dem aktuellen Schlumberger Sektreport 2020 hervor und lässt die Branche positiv in die Zukunft blicken.

Auch Jüngere trinken Sekt

Besonders erfreulich für Schlumberger ist die Tendenz zum Sekttrinken bei Jüngeren. Fast 30 Prozent der 18 bis 29-Jährigen gaben in der Umfrage an, zumindest einmal im Monat das eine oder andere Gläschen zu trinken. Dabei wächst vor allem der Anteil jener, die Schaumwein nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern gerne auch im Alltag konsumieren, zum Beispiel bei einem Restaurantbesuch. "Unser Bestreben ist es, Sekt als Ganzjahresgetränk zu positionieren. Sekt trinken soll wieder 'sexy' werden. Und die Ergebnisse des Sektreports 2020 zeigen, dass wir dabei auf einem guten Weg sind", freut sich Schlumberger-Pressesprecher Markus Graser.

Österreichischer Sekt schlägt Prosecco

Das Bewusstsein für heimische Produkte steigt schon seit Jahren. Müssen sich die Österreicher im Restaurant konkret zwischen österreichischem Sekt oder italienischem Prosecco entscheiden, bevorzugen laut der jüngsten Studie über 70 Prozent den heimischen Schaumwein gegenüber Prosecco (30 Prozent). Im Handel liegt die Herkunft des Sekts als Auswahlkriterium auf Platz 2 (31 %) hinter Bekömmlichkeit (42 %) aber vor Geschmack mit einer frischen Note (25 %). Dabei bevorzugen knapp 80 Prozent jener, die großen Wert auf die Herkunft ihres Sekts legen, Sekt aus Österreich.
Gerade in Krisenzeiten bleiben die Konsumenten aber auch bei ihren geschätzten, bewährten Marken.

Philipp Lipiarski

Sekt nicht nur bei besonderen Anlässen

Silvester bleibt ganz klar Sekttag Nummer eins. 95 Prozent trinken zum Jahreswechsel gerne das eine oder andere Glas, gefolgt von Hochzeiten, Geburtstage (beide 87 %) und andere Feierlichkeiten. Ein Viertel benötigt allerdings keinen fixen Anlass zum Sekttrinken, auch wenn man sich 2020 vorwiegend in den eigenen vier Wänden dem Sektgenuss hingab.
Und wie lassen die Österreicher dieses Jahr die Korken knallen? 60 Prozent geben an, dass sie Silvester zu Hause feiern und 27 Prozent verbringen den Abend privat bei Bekannten. 33 Prozent öffnen die Sektflasche dann pünktlich um Mitternacht. "Auch wenn es 2020 wohl ein etwas anderes Silvester werden wird, das vertraute Gläschen Sekt ist in jedem Fall dabei", ist man sich bei Schlumberger sicher.
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