Donau Soja: 100% gentechnikfreies Donau Soja ...
 
Donau Soja

100% gentechnikfreies Donau Soja für Österreichs Legehennen

Verein Donau Soja/Bernhard Schramm
v.l.: Ernst Gauhs, Raiffeisen Ware Austria; Stefan Hautzinger, Präsident Landwirtschaftskammer Burgenland; Matthias Krön, Obmann Verein Donau Soja; Michael Wurzer, GF ZAG; Johann Schlederer, GF VLV OÖ und der Österreichischen Schweinebörse. ©Verein Donau Soja/Bernhard Schramm
v.l.: Ernst Gauhs, Raiffeisen Ware Austria; Stefan Hautzinger, Präsident Landwirtschaftskammer Burgenland; Matthias Krön, Obmann Verein Donau Soja; Michael Wurzer, GF ZAG; Johann Schlederer, GF VLV OÖ und der Österreichischen Schweinebörse. ©Verein Donau Soja/Bernhard Schramm

In diesen Tagen vollzieht sich eine stille Revolution in Österreichs Kühlregalen: Erstmals sind Frischeier bei Billa, Hofer, Interspar, Merkur, Spar und Penny erhältlich, die mit dem Gütesiegel des Vereins Donau Soja zertifiziert sind.

Laut Schätzungen der heimischen Geflügelwirtschaft werden mit dieser Umstellung rund 70 % der Legehennen in Österreich mit Donau Soja gefüttert. Das Donau Soja Label stellt sicher, dass die Eier von Hühnern stammen, die ausschließlich mit gentechnikfreiem und zertifiziertem Soja aus der Donauregion gefüttert wurden. Mit dieser Umstellung sind die österreichischen Legehennenhalter europaweit Vorreiter. "Wir freuen uns, unmittelbar nach der ersten Ernte den Konsumenten die ersten Produkte anbieten zu können", so Matthias Krön, Gründer und Obmann des Vereins Donau Soja. "Durch den breiten Schulterschluss aller Beteiligten bis hin zum Handel wird aus einer Agrar-Initiative ein klar gekennzeichnetes Produkt des täglichen Bedarfs." Und: Wien wird zum Zentrum des Handels mit Soja.

In insgesamt 3.440 Supermärkten in ganz Österreich sind die zertifizierten Eier ab sofort oder in Kürze erhältlich. Mehr als 350 Millionen Eier werden jährlich bei den Handelsfirmen der Rewe International AG sowie Spar Österreich verkauft, zu den weiteren Kooperationspartnern zählt Hofer. Bei diesen Handelspartnern werden künftig ausschließlich Eier, deren Hennen mit Soja aus dem Donauraum gefüttert wurden, in den Regalen zu finden sein.

Sojaschrot ist das bedeutendste Eiweißfuttermittel in der Landwirtschaft und die Nachfrage wächst stetig. Donau Soja hat sich das Ziel gesetzt, den Anbau von gentechnikfreiem und nachhaltigem Soja in Österreich sowie in der gesamten Donauregion voranzutreiben und so Importe vor allem aus Südamerika zu minimieren. Die 2012 in Wien gegründete Initiative vereint inzwischen knapp 100 Mitglieder aus insgesamt elf europäischen Donau-Ländern. Für heuer erwartet man sich eine Ernte von 70.000 Tonnen Donau Soja. 2014 sollen die Ernteerträge bereits bei 200.000 Tonnen liegen.

In der Donauregion – vor allem in Ländern wie Rumänien, Serbien oder Ungarn – besteht ein enormes Potential für den Sojaanbau. Eine Anbaufläche von 1,5 Millionen Hektar und ein Output von bis zu vier Millionen Tonnen Soja jährlich sind laut Schätzungen der Landwirtschaftskammer Oberösterreich mittelfristig realistisch. Mehr Sojaanbau in Europa würde die Lebensmittelversorgung der EU unabhängiger von Importen machen.
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