Nestlé: Genuss mit weniger Fleisch
 
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Mit der Marke „Garden Gourmet“ will Nestlé im vielversprechenden Geschäft mit gekühlten, vegetarischen Fertiggerichten Fuß fassen und in der von den Handelsmarken eröffneten Kategorie neue Impulse setzen.

Seit den 90er Jahren ist Nestlé am Unternehmen Tivall, dem Markeninhaber von „Garden Gourmet“ beteiligt. 2016 wanderte die vor über 30 Jahren in Israel gegründete Marke vollständig unter das Nestlé-Dach. Jetzt soll deren Präsenz auch in Österreich deutlich verstärkt werden, wie Marcin Poplawski, Nestlé-Division Executive Manager für Culinary & Confectionary im Gespräch mit CASH ankündigt: „Der Markt für gekühlte Soja/Vollwert Fleischersatz-Produkte – sprich rund um Tofu, Wurst, Mahlzeit, Laibchen und Würstel – erreichte im Jahr 2016 exklusive Diskont laut Nielsen ein Umsatzvolumen von rund 10,6 Millionen Euro. Seit 2014 verzeichnet die Kategorie ein jährliches Umsatzplus von etwa acht Prozent und legt auch im aktuellen YTD 2017 um 8,9 Prozent zu. Nestlé Österreich hat die Verantwortung für ‚Garden Gourmet‘ Mitte April des heurigen Jahres mit dem Ziel, diese Entwicklung weiter voranzutreiben, übernommen. Damit wagen wir uns in ein für uns völlig neues, aber sehr vielversprechendes Geschäftsfeld vor.“ Bisher ist der Markt mit einem Anteil von 56 Prozent (lt. Nielsen, LH exkl. Hofer/Lidl, Umsatzanteil in %, YTD 2017 bis KW 23) von Handelsmarken dominiert, wenngleich immer mehr Markenanbieter die Kategorie für sich entdecken.   

Flexitarier im Fokus
Das Produktportfolio von „Garden Gourmet“ umfasst derzeit zehn zu 100 Prozent vegetarische und teilweise sogar vegane Gerichte in den Bereichen Klassiker (Basis-Produkte wie Schnitzel & Co), Gemüse (Gemüsebällchen), Zutaten (Filetstreifen/Klösschen) und Snacks (Falafel) zu einem attraktiven Preis. Unter den vegetarischen Convenience-Produkten, in denen die Marke vertreten ist, liegt sie mit einem Marktanteil von 17,5 Prozent auf Platz 1 im Herstellerranking. Klassische Tofu-Blöcke, Würstel und Wurstaufschnitt finden sich derzeit nicht im Sortiment. Hergestellt werden die Produkte ausschließlich mit qualitativ hochwertigen Zutaten, die man aus dem eigenen Küchenschrank kennt, was dem Bedürfnis nach Natürlichkeit und Transparenz entsprechend auch auf den kürzlich überarbeiteten Verpackungen ausgelobt ist. Die Haltbarkeit liegt bei rund einem Monat. Angesprochen werden soll die Zielgruppe der Flexitarier, zu denen sich laut Motivforschern bereits mehr als 40 Prozent der Österreicher zählen. Um den Markt weiter voranzutreiben, arbeitet Nestlé kontinuierlich an Innovationen; ein neues Gericht ist für Herbst geplant. Unterstützt wird die Brand zudem mit einer modernen Werbelinie samt TV-Spot.
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