ZF Getränke/Fairtrade: Keli setzt auf fairen ...
 
ZF Getränke/Fairtrade

Keli setzt auf fairen Zucker von Fairtrade

Fairtrade Österreich
Rudolf Mühlberger, Geschäftsführer ZF Getränke GmbH, und Fairtrade Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner. © Fairtrade Österreich
Rudolf Mühlberger, Geschäftsführer ZF Getränke GmbH, und Fairtrade Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner. © Fairtrade Österreich

Keli stellt Teile der Limonaden-Produktion auf Fairtrade-Zucker um. Fünf Geschmacksrichtungen der 0,5 PET-Range enthalten nun fair gehandelten Zucker.

Getränkehersteller Keli von der ZF Getränke GmbH hat einige seiner Limonaden auf Fairtrade-Zucker umgestellt. Die Geschmacksrichtungen Ananas, Maracuja, Orange, Himbeer und Kräuter der Produktrange 0,5 Liter PET sind seit 1. Mai 2017 Teil des Fairtrade-Zuckerprogramms. Damit ist Keli, nach Vöslauer, das zweite österreichische Unternehmen, dass sich am Zuckerprogramm beteiligt. Mitte dieser Woche verkündeten Fairtrade Österreich-Geschäftsführer Hartwig Kirner und Rudolf Mühlberger, Geschäftsführer ZF Getränke GmbH, die Zusammenarbeit.

„Das Fairtrade -Zuckerprogramm steht für den fair angebauten und gehandelten Zucker in Mischprodukten. Nur die einzelne Zutat – in diesem Fall der Zucker – muss Fairtrade-zertifiziert sein, damit ein Produkt das Fairtrade -Zuckerprogramm-Siegel tragen darf“, erklärt Hartwig Kirner. „Wir von Keli sind stolz mit dem Fairtrade -Zuckerprogramm einen kleinen Teil für eine bessere Zukunft der Zuckerproduzenten beitragen zu dürfen“, sagt Rudolf Mühlberger. 

Das Fairtrade-Zuckerrohr wird weltweit in 19 Ländern von 100 Kooperativen angebaut. Ziel des Zuckerprogramms ist es, die Lage der Zuckerbauernfamilien, die im Schnitt über 2,6 ha verfügen, zu verbessern, indem ihnen zusätzliche Absatzchancen geboten werden. Da Fairtrade nicht einzelne Bauern, sondern demokratisch organisierten Kooperativen zertifiziert, gibt es für diese eine fixe Prämie (von 60 US-Dollar pro Tonne), die nicht den Schwankungen des Weltmarktes unterliegt, und für soziale, ökonomische und ökologische Projekte eingesetzt werden soll. Die Non-Profit-Organisation vergibt außerdem einen Zuschlag von 20 US-Dollar pro Tonne Zuckerrohr für biologischen Anbau. „Im Jahr 2013 wurde die Hälfte der Gelder in produktivitätssteigernde Maßnahmen investiert, wie zum Beispiel den Bau von Lagerhallen und anderer Infrastruktur oder den Bau einer eigenen Zuckermühle. Die andere Hälfte wird in soziale Projekte investiert, wie zum Beispiel die Finanzierung von Stipendien oder den Bau eines Krankenhauses“, erzählt Kirner.

Das Fairtrade-Zuckerprogramm soll die Lage der Bauernfamilien in den Produktionsländern verbessern. © Didier Gentilhomme
Didier Gentilhomme
Das Fairtrade-Zuckerprogramm soll die Lage der Bauernfamilien in den Produktionsländern verbessern. © Didier Gentilhomme
stats