Agrar-Außenhandel: Österreichs Agrarexporte e...
 
Agrar-Außenhandel

Österreichs Agrarexporte erreichen rund 10 Mrd. Euro

AMA/Strasser
Anlässlich der Grünen Woche in Berlin präsentierten AMA-Marketing Chef Michael Blass, Exportmanagerin Margret Zeiler und Aufsichtsratsvorsitzender Franz Stefan Hautzinger (v.l.n.r.) die Bilanz der österreichischen Agrarexporte. © AMA/Strasser
Anlässlich der Grünen Woche in Berlin präsentierten AMA-Marketing Chef Michael Blass, Exportmanagerin Margret Zeiler und Aufsichtsratsvorsitzender Franz Stefan Hautzinger (v.l.n.r.) die Bilanz der österreichischen Agrarexporte. © AMA/Strasser

Deutschland ist wichtigster Exportmarkt, Fleisch, Milchprodukte – vor allem Käse – und Getränke sind Exportschlager.

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin zieht Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing, eine durchaus positive Bilanz. Österreichs Agrarexporte haben 2015 um 2,5 Prozent zugelegt – sowohl wert- als auch mengenmäßig – und die 10-Milliarden-Euro-Grenze knapp erreicht, auch wenn die Märkte für Schweinefleisch und Milch immer noch schwierig sind. Insgesamt hat sich seit Österreichs EU-Beitritt der Agrar-Außenhandel verfünffacht.

Die wichtigsten Export-Produktgruppen sind Fleisch und Fleischwaren, Milch und Milchprodukte – allen voran Käse – sowie Getränke. Obst und Gemüse, frisch und veredelt, sind mit knapp einem Zehntel im Ranking vertreten. Neben dem Exportschlager Käse hat sich auch der Rindfleischexport gut entwickelt, vor allem nach Deutschland, wo Österreich nun der zweitwichtigste Handelspartner geworden ist.

Deutschland ist der wichtigste Partner
Etwas mehr als ein Drittel der weltweiten agrarischen Exporte Österreichs geht zu unseren deutschen Nachbarn, das somit wichtigster Handelspartner der heimischen Lebensmittelproduzenten bleibt. Italien ist auf Platz zwei (ca. 1,3 Milliarden). Die Gründe dafür sind „attraktive Zunahmen bei den Exporten von Käse und Butter, sie stellen die Wettbewerbskraft heimischer Milchprodukte auf dem italienischen Markt unter Beweis“, erklärt Michael Blass.

Was die Exporte in Drittländer angeht, so sind auch hier Zuwächse zu verzeichnen. Besonders hervorzuheben sind die Schweiz und die USA: hier zehn Prozent Zuwachs, dort sogar 42 Prozent – vor allem alkoholfreie Getränke. Und es ist wiederum der Käse, der in den Vereinigten Staaten besonders gut ankommt: plus 25 Prozent Zuwachsrate beim Käse-Export.

Österreichs andere Nachbarländer sind für die heimische Lebensmittelwirtschaft besonders bedeutend, wenngleich Ungarn, Slowenien, Tschechien und die Slowakei aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes im vergangenen Jahr schwierige Exportdestinationen waren. Besser entwickelt haben sich die Handelsbeziehungen mit Polen und insbesondere mit Kroatien.

Käse bleibt Exportschlager
Österreich ist zu einer Käsenation geworden. 2015 wurden 60.435 Tonnen im Wert von 289 Millionen Euro nach Deutschland exportiert. Österreich nimmt in der Liste der Top-10-Importländer Platz 3 ein ­– gleich nach Niederlande und Frankreich, den Käsenationen schlechthin. Dass die heimischen Käsereien auf diesen wichtigen Markt setzen, dürfte aufgrund der Preisentwicklung sinnvoll (4,78 Euro pro Kilo) sein, zudem sind die Deutschen große Käseliebhaber: Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 24,2 Kilo (in Österreich etwas mehr als 20 Kilo).

Margret Zeiler, AMA-Exportmanagerin, wird 2016 den heimischen Bergkäse als typisch österreichische Sorte in den Mittelpunkt der Aktivitäten stellen: „Er steht für Natürlichkeit und Genuss mit langer Tradition. Genau das sind die imagestarken Attribute unserer Produkte und diese wollen wir nutzen.“ Dabei soll auch die hohe Qualität der heimischen Spezialitäten in den Vordergrund gerückt werden. Der „Käse-Kaiser“ – der wichtigste österreichische Award in dem Bereich –  wird dabei eine besondere Rolle spielen, denn die mit ihm ausgezeichneten Sorten werden an den Käsetheken eigens gekennzeichnet sein. „Für die Konsumenten sind sie dann als österreichische Spezialität auf den ersten Blick erkennbar“, so Margret Zeiler.

Präsenz auf weiteren Messen
Im heurigen Jahr steht auch die Gastronomie im Mittelpunkt, weswegen AMA auch auf Messen vertreten sein wird, die von Gastrojournalisten besucht werden. Hier eine kurze Liste:

Biofach Nürnberg: 10. bis 13. Februar 2016, Nürnberg Messe

Cibus Parma: 9. bis 12. Februar 2016, Fiere di Parma

SIAL Paris: 16. bis 20. Oktober 2016, Salon International de l’alimentation

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