Berger: Tierwohl-Initiative zum 125. Jahr-Jub...
 
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Tierwohl-Initiative zum 125. Jahr-Jubiläum

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Rudolf Berger, Geschäftsführer von Berger Schinken ©Berger
Rudolf Berger, Geschäftsführer von Berger Schinken ©Berger

Berger, führendes heimisches Unternehmen im Kochschinken-Segment, feiert sein 125-jähriges Bestehen und blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück: Der Gesamtumsatz belief sich auf 127 Millionen Euro.

„Wir freuen uns, in einem rückläufigen Markt an die positiven Vorjahresumsätze anschließen zu können“, so Mag. Rudolf Berger, Geschäftsführer von Berger Schinken. Im 125. Jahr des Bestehens hat Berger viel vor: „Wir haben klare Vorstellungen von der Zukunft des Unternehmens: So sollen die Themenfelder Regionalität und Steigerung der regionalen Wertschöpfung weiter ausgebaut werden. Daher widmen wir uns intensiv den Themenbereichen Tierwohl und Umwelt.“

Berger will ein Vorzeigebetrieb im Bereich Tierwohl und nachhaltige Fleischproduktion werden. Dazu wurde mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) eine mit 30.000 Euro dotierte Animal Welfare Stiftung gegründet, die sich der Verbesserung des Tierwohls widmet. Mit der Universität soll nach gangbaren Prozessen und Möglichkeiten geforscht werden, um beispielsweise das Kupieren von Schwänzen bei Schweinen nicht mehr einsetzen zu müssen. Nach den Erfolgen bei der Verkürzung von Tiertransporten durch die klare 50 Kilometer-Regel für Regional-Optimal Lieferanten definiert Berger damit die nächsten Schritte in Richtung Tierwohl.

„Der Bauer und sein Smartphone“



Darüber hinaus will Berger neue Maßstäbe durch Qualität und Transparenz setzen: „Zur Absicherung der bestehenden Qualitätskriterien für unser Regional-Optimal Programm und um Konsumentenwünschen nach lückenloser Nachvollziehbarkeit zu entsprechen, haben wir ein modernes System aufgesetzt und installiert“, erklärt Berger. Der Name des Systems ist Programm: SUSi ist eine Wortkreation aus „sus“ – dem lateinischen Wort für Schwein und „i“ für Internet. SUSi ist die intelligente Zusammenführung von Daten sowohl für Bauern, Kontrolleure als auch für Berger selbst. Das System mache Vorgänge entlang der Produktionskette sowie die Programmrichtlinien für das Qualitätsprogramm Regional-Optimal – und hier speziell die Verwendung regionaler Futtermittel – lückenlos nachvollziehbar und stärke damit das Vertrauen der Kunden. Als Zusatzbenefit diene SUSi den Mastbetrieben auch als Feedback-Instrumentarium: Rückmeldungen über die Tiergesundheit und gegebenenfalls Nachbesserungen sind so leichter möglich. Das System vermittelt ein Rundum-Bild über Stalldaten, Tierbewegungen sowie Futtermittelzukäufe bis hin zu Schlachtdaten der Tiere. Das webbasierende System ist über PC, Tablets aber auch Smartphones steuerbar und jederzeit erweiterbar.

Nach Testphase Roll-out auf alle Lieferanten



Nach der Pilotphase bei zehn landwirtschaftlichen Betrieben wird das System laufend optimiert und bis Jahresende auf alle 40 Regional-Optimal Lieferanten ausgerollt. Qualität und Praxistauglichkeit werden durch eine eigene Landwirtebetreuerin sichergestellt. Rudolf Berger erklärt: „Das System bedarf einiger Umstellungen auf Seiten der landwirtschaftlichen Betriebe, diese Integration wird durch unsere Landwirtebetreuerin in enger Kooperation mit Kontrollstellen sichergestellt.“

Verdoppelung der Absatzmenge von regionalen Spezialitäten



2014 hat sich der mengenmäßige Absatz des Vorzeigeprojektes Regional-Optimal auf insgesamt 380 Tonnen verdoppelt. Die Schinken-Produkte und Würstel aus der Region machen 225.000 Kilogramm aus – das Frischfleisch 153.000 Kilogramm. Die steigende Nachfrage nach regionalen Spezialitäten bedient Berger mit der sukzessiven Ausweitung der Regional-Optimal Produktpalette.

Berger wird zudem sein Öko-Engagement auch 2015 intensivieren: So werden Hochtemperaturkollektoren installiert, die in der Lage sind, bis zu 140° heißes Wasser zu produzieren. Die energetische Wärmeausbeute aus der Sonnenenergie kann dadurch noch weiter gesteigert werden.
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