Julius Meinl: Umsatz- und Gewinnplus im Jubil...
 
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Umsatz- und Gewinnplus im Jubiläumsjahr

Julius Meinl
Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Industrieholding. ©Julius Meinl
Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Industrieholding. ©Julius Meinl

Nicht nur 150 Jahre Julius Meinl Kaffee gab es 2012 zu feiern. Auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sorgt für Festtagsstimmung.

Um fünf Prozent auf 131 Millionen Euro konnte 2012 der Umsatz gesteigert werden (2011: 125 Mio.). Beim Ergebnis (EBITDA) ging es von 17 auf 19,4 Millionen um 14 Prozent aufwärts, freute sich Mag. Marcel Löffler, CEO der Julius Meinl Industrieholding, gemeinsam mit Geschäftsführerin Mag. Renata Petovska von Julius Meinl Austria anlässlich der Präsentation der Zahlen.

Das stärkste prozentuelle Wachstum konnte in den Märkten Russland (plus 80 % auf 15 Mio. Euro) und Adriatics (Ex-Jugoslawien, plus 15 % auf 20,5 Mio. Euro) erzielt werden, so Löffler. Das Wachstum im Ausland wird vom Bereich HoReCa (HotelRestaurantCafé) getragen. Denn anders als in Österreich, wo Produkte von Julius Meinl auch im Lebensmitteleinzelhandel angeboten werden, konzentriert man sich außerhalb der Alpenrepublik auf das Gastro-Geschäft. In Summe machen die Beherbergungs- und Bewirtungsbetriebe bereits annähernd zwei Dritttel des Gesamtumsatzes aus. Julius Meinl will seine Bestrebungen, sich als internationale Marke im Premium-Segment zu positionieren, auch heuer konsequent fortsetzen.

Großes Potenzial bei Kapseln und Tee



In Österreich teilen sich Gastro und LEH die Umsatzerlöse (58,8 Mio. Euro 2012) etwa im Verhältnis 50 zu 50, so Petovska. Im Retail-Bereich will man nun auch mit Kaffeekapseln, die für Caffitaly-Systeme einsetzbar sind, verstärkt punkten. Fünf Prozent Marktanteil sind das ehrgeizige Ziel im LEH für heuer. Angedacht ist mittelfristig auch die Einführung von Bio-Fair-Trade-Blends im LEH, wie es sie für HoReCa bereits gibt.

In der Gastronomie setzt man heuer einen Schwerpunkt für die weitere Etablierung der Premium-Tee-Linie. Tee soll sich noch stärker als zweites Standbein neben Kaffee entwickeln und nicht zuletzt der Wachstumsmarkt Russland sei prädestiniert für Tee-Produkte, meinte Löffler. Doch auch in Österreich habe Tee im HoReCa-Breich noch viel Potenzial. Deshalb dürfte es ab 2014 nach dem Vorbild der Kaffeeakademie auch spezielle Tee-Schulungen für Gastro-Mitarbeiter geben.
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