Fleischerei Buchberger: Wenn Wurst tönt
 
Fleischerei Buchberger

Wenn Wurst tönt

Studio Riebenbauer
Das ist „Wurst“ © Studio Riebenbauer
Das ist „Wurst“ © Studio Riebenbauer

Fleischhauer Robert Buchberger schuf eine inzwischen vielfach ausgezeichnete Wurstplatte der anderen Art.

Es ist ein wahrlich unkonventioneller Weg, den Robert Buchberger im Rahmen eines Re-Brandings seines oststeirischen Traditionsbetriebs gewählt hat, um sein Handwerk zu präsentieren: In Zusammenarbeit mit dem Studio Riebenbauer entstand eine Vinyl-EP, die ausschließlich aus Original-Tonaufnahmen von Buchbergers Hof, seinen Mitarbeitern und der Fleischerei komponiert und in einer limitierten Auflage von 300 Stück produziert wurde. „Wurst“ ist eine Ode an das Fleischhacken und die Kunst des Wurstens, die den dramaturgischen Bogen über fünf Akte spannt: Leben – Tod – Fleischhacken – Wursten – Schmausen. „Am Beginn einer guten Wurst steht das Leben. Und der Tod. So entstand schließlich die Idee eines musikalischen Fünfakters. Es ist ein Experiment, eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Vorgang der Wurstherstellung“, erklärt Robert Buchberger.

Eine derart innovative Herangehensweise an traditionelle Handwerkskunst konnte nicht unbeachtet bleiben. Bei der diesjährigen Verleihung der „CCA Awards“, dem wichtigsten Werbe- und Kreativpreis Österreichs, wurde die „Wurstplatte“ insgesamt fünf Mal ausgezeichnet und hat zusätzlich in England bei den D&AD Awards, dem renommiertesten Kreativpreis der Welt, einen Pencil geholt – neben Firmen wie Adidas, Apple und H&M.

Seit 1946 widmet sich die Familie Buchberger aus dem oststeirischen Pöllau mit ganzer Leidenschaft dem Fleischerhandwerk. Geschlachtet werden ausnahmslos Tiere aus kleinen landwirtschaftlichen Betrieben im Naturpark Pöllauer Tal und der näheren Umgebung. Mittlerweile betreibt das Familienunternehmen neun Filialen in der Steiermark und beliefert österreichische Spitzenköche. „Wir bauen auf traditionelle Familienrezepte, etwa oststeirische Erdäpfelwurst oder unseren Hirschbirn-Leberkäse. Die Rezepte werden wie ein Schatz gehütet, von Generation zu Generation weitergegeben und feingeschliffen“, so Buchberger.

Franz Riebenbauer und Robert Buchberger © Studio Riebenbauer
Studio Riebenbauer
Franz Riebenbauer und Robert Buchberger © Studio Riebenbauer
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